Samstag, 31. Oktober 2009

Kurzmeldungen aus der Szene

Masters Cup der DDG: Einen Bericht über den Masters Cup 2009 hat die Streitkultur Tübingen veröffentlicht. Ein Klick zur Streitkultur lohnt sich, denn wie immer ist die Tübinger Sicht der Dinge amüsant zu lesen.

Kneipentour in Mainz: Traditionell eröffnet der Debattierclub Johannes Gutenberg Mainz (DCJG) das Semester mit einer Kneipentour, die "alte" Debattanten und Debattantinnen wieder zusammenführt und Neuzugänge gleich feucht-fröhlich einbindet. Am Montag, 2. November, um 19.30 Uhr ist Treffpunkt für die DCJG-Kneipentour am Fastnachtsbrunnen (Schillerplatz). Wer in und um Mainz ist, ist eingeladen, sich anzuschließen.

Bildungs-Showdebatte in Bonn: Der Debattierclub Bonn lädt gemeinsam mit dem Verein Weitblick zu einer Showdebatte zum Thema "Bildung verpflichtet! Müssen sich Studierende sozial engagieren?". Die Debatte findet statt am Mttwoch, 4. November, um 19.30 Uhr im Saal der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG), Königstraße 88 in Bonn. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, ein Besuch lohnt sich: Man munkelt, dass von Seiten des DC Bonn u. a. die Westdeutschen Meister 2008, Tim Richter und Lea Weitekamp, starten werden.

VDCH-Jurierseminar: VDCH-Vizepräsidentin Teresa Peters weist darauf hin, dass für das erste VDCH-Jurierseminar der Saison noch einige wenige Plätze frei sind. Von 6. bis 8. November werden in der Jugendherberge Berlin-Wannsee Jurorinnen und Juroren in den Formaten BPS und OPD geschult, es gibt Regeleinführungen für beide Formate und Training im Feedbackgeben. Das Seminar wird mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung veranstaltet. Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro, enthalten sind die Schulung, die Unterbringung in der Jugendherberge sowie die Verpflegung. Als Trainer für den BPS-Teil der Schulung werden Torsten Rössing vom Debattierclub Klartext Halle und Patrick Ehmann von der Berlin Debating Union fungieren, das OPD-Training leiten Christoph Krakowiak von der Streitkultur Tübingen und Gudrun Lux vom Debattierclub Bonn (u.a. Clubs). Weitere Informationen gibt's bei Teresa, bei der Ihr Euch auch per Mail an teresa.peters[at]vdch.de anmelden könnt. Wer zuerst kommt mahlt zuerst, also beeilt Euch!

Professoren-Studenten-Debatte in Münster: Kaum hat der Debattierclub Münster seine Showdebatte mit amnesty international hinter sich gebracht, laufen die Vorbereitungen für das nächste Event in der westfälischen Radler-Metropole auf Hochtouren. Am 11. November um 19.30 Uhr wird die traditionelle Showdebatte gegen Professoren der münsterischen Universität bestritten. Im Raum S1 im münsterischen Schloss geht's zur Sache. Das Thema darf das Publikum entscheiden, zur Wahl stehen "Einen muslimischen Feiertag in Deutschland einführen" und "Braindoping für Studenten erlauben".

Freitag, 30. Oktober 2009

Kurzmeldungen aus der Szene

Bilder vom Masters Cup: Noch mehr fotographische Nachlese zum Masters Cup der Deutschen Debattiergesellschaft (DDG): Auf der Homepage der Eisenacher Tanzbar The Beach sind Fotos vom fröhlichen Treiben am Abend des Masters-Cup-Samstag zu finden. Die ehemalige DDG-Vizepräsidentin Sonja Reinshagen hat außerdem in der DDG-Yahoogroup Fotos gepostet.

Das Tab des Masters Cup: Masters-Cup-Chefjuror Tim Richter hat das komplette Tab des Masters Cup 2009 online gestellt. Ein Team-Tab gibt es nicht, denn beim Masters Cup treten nur Einzelredner/innen an - die Teams werden von Runde zu Runde neu zusammengesetzt.

IV in Limerick:
Am 12. und 13. März 2010 wird das UL Open 2010 an der irischen University of Limerick ausgetragen. Die University of Limerick Debating Society lädt bereits jetzt zu diesem Ereignis ein. Informationen gibt's bei ulopen[at]gmail.com und auf der Homepage des gastgebenden Clubs.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Menschenrechte mit Erfolg verteidigt - die Kneipenshowdebatte in Münster

Am Dienstag veranstaltete der Debattierclub Münster mal eine Showdebatte außerhalb der Uni-Hörsäle: In der Kulturkneipe Frauenstraße 24 wurde eifrig gestritten, ob die Wirtschaftsbeziehungen zu Staaten, die Gewalt gegen ihre eigene Bevölkerung anwenden, abgebrochen werden sollen.

Wie steht es um die Menschen in China, Burma, Nordkorea und Afrika? Und welche Verantwortung haben wir, die mit diesen Staaten handeln? Der Münsteraner Florian Segelken gemeinsam mit Christian Förster und Jan Brinkmann (beide Debattierclub Osnabrück) von der Opposition wollten alles so lassen, wie es ist, während Esma Dogruel, Knut Knudsen und Aline Blankertz den sofortigen Abbruch aller Wirtschaftsbeziehungen forderten. Die Menschenrechte traute sich dabei niemand wirklich in Frage zu stellen - auch die Opposition beanspruchte für sich, mit der Wirtschaft den Menschen zu helfen.


Die Regierung in Aktion: Florian Segelkern, Christian Förster und Jan Brinkmann

Die beruhigende Erklärung, sowohl Wirtschaft als auch Menschenrechte haben zu können, war es wohl, die das Publikum auf die Seite der Opposition holte. Die Hochschulgruppe von amnesty international beleuchtete im Anschluss an die Debatte das Thema aus ihrer Sicht und erklärten den Status Quo für zumindest besser als den Abbruch allen Handels. Schließlich hatte das Publikum die Gelegenheit, mit fair gehandelten Säften und Bier auf den Tischen die beiden Gruppen in Ruhe kennenzulernen.

Text: Aline Blankertz

Sieg der Gäste beim 5. „Rededuell der Meister“ des Debating Club Heidelberg

En passant:

Gäste (Miriam, Thore und Peter) gewinnen, Peter wird obendrein Publikumsliebling.

En detail:

Bereits zum fünften Mal veranstaltete der Debating Club Heidelberg (DCH) am vergangenen Dienstag seine jährliche Showdebatte im Format des „Rededuells der Meister“. Traditionell wird dabei auf eine klassische „Professoren-Debatte“ verzichtet. Die Redner des DCH treten hingegen jeweils gegen die „Debating All-Stars“ der vergangenen Saison an. In diesem Jahr folgten die amtierende Deutsche Meisterin Miriam Hauft (DC Magdeburg) sowie die beiden ZEIT-DEBATTEN-Gewinner Thore Wojke (DCJG Mainz) und Peter Croonenbroeck (Streitkultur Tübingen) der Einladung nach Heidelberg. Für den DCH starteten Teresa Schächter, Stefan Bräumer und Sven Hirschfeld.

Auch Professoren der Universität Heidelberg waren vertreten: Professor Willi Jäger vom Institut für Angewandte Mathematik und der Gesellschaftsrechtler Professor Peter Hommelhoff, Ehrenmitglied des DCH und ehemaliger Rektor der Universität Heidelberg, vervollständigten als Fraktionsfreie Redner die Debatte. Die Teilnahme von Professor Manfred Berg, Inhaber des Curt-Engelhorn-Lehrstuhls für Amerikanische Geschichte, wurde leider durch eine Panne der Lufthansa in Houston, Texas, kurzfristig verhindert.

Wie die Rednerbänke war auch die Ehrenjury erneut hochkarätig besetzt. Manfred Lautenschläger (Gründer und Aufsichtsratsmitglied der MLP AG sowie Ehrensenator der Universität Heidelberg), Professor Thomas Pfeiffer (Prorektor der Universität Heidelberg), Jochen Dubiel (Manager Educational Relations, BASF SE) und Wolfgang Berger (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, LpB) kürten nach der Debatte das Siegerteam.

Hochkarätig war auch der Veranstaltungsort: Die Universität hatte dem DCH für das Meisterduell großzügig die prestigeträchtige Alte Aula überlassen, die mit 350 Besuchern bestens gefüllt war.

Hochkarätig war zuletzt auch die Debatte zum Thema „Soll die studentische Mitbestimmung abgeschafft werden?“, die von DCH-Mitglied Christina Seebacher geleitet wurde. Nach gutem Brauch übernahm der DCH die undankbare Regierungsrolle, die Debating All-Stars stellten die Oppositionsfraktion.

Ermöglicht wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung der BASF SE, der Düsseldorfer Kanzlei Marccus Partners und der LpB Heidelberg.

Gestritten und gelacht wurde über:

- Alibis, Feigenblätter, goldene Kälber und hohe Sockel (Teresa)
- Das Demokratieprinzip, das System Hochschule und die Legitimation der Richter am EuGH (Miriam)
- 87% Nichtwähler als demokratisches Votum gegen die Mitbestimmung und die Alternative des Straßenkampfes (Stefan)
- Biologische, chemische und biographische Argumente sowie die Feststellung: „Im Kindergarten ging die Mitbestimmung gegen Null!“ (Thore)
- Offene Fragen auf beiden Seiten und die Frage nach Inhalten statt nach Form der Mitbestimmung (Professor Jäger)
- Aufmerksamkeitsdefizite der Rhein-Neckar-Zeitung und Wissenschaftsminister Frankenberg als Mensa-Koch (Professor Hommelhoff)
- Kuchen, Krümel und Kirschen sowie die Frage: „Wenn einer nur noch ein Feigenblatt hat… was passiert eigentlich, wenn man ihm auch das noch wegnimmt?“ (Peter)
- Demos, Kratia und die Frage: „Was passiert wohl, wenn ich mitbestimmen will, wie der Mechaniker mein Auto repariert!“ (Sven)

Ein kleiner Höhepunkt der Debatte war sicherlich der Beitrag von Professor Hommelhoff. Er schlug sich in seinem fulminanten Beitrag wie schon Professor Jäger auf die Seite der Opposition, plädierte am Ende sogar für die verfasste Studierendenschaft auch in Baden-Württemberg. Vor allem aber: er „machte den Patrick Ehmann“, verzichtete also darauf, sich hinter das schwere Rednerpult zu begeben. Bewaffnet mit einem mobilen Mikrofon streifte er über das Podium und nahm engsten Kontakt zu seinem Publikum auf, das es ihm mit tosendem Applaus entlohnte. (Patrick Ehmann von der Berlin Debating Union hatte als Freier Redner im Finale der Deutschen Meisterschaft 2009 ebenfalls das Pult verlassen, war bei Jury und Publikum allerdings auf höchst unterschiedliches Echo gestoßen - zwischen Begeisterung und Ablehnung war alles dabei.)

Nach eingehender Beratung befand die Ehrenjury, die Heidelberger Pro-Fraktion habe zwar die deutlich größere Herausforderung zu bewältigen gehabt, letztendlich hätten aber die Debating All-Stars die Debatte für sich entschieden. Wir gratulieren Miriam, Thore und Peter!

Peter konnte außerdem seinen Erfolg vom letzten Gutenberg-Cup wiederholen. Das Publikum wählte ihn mit 99 Stimmen (und 40 Stimmen Vorsprung vor Professor Hommelhoff) zum besten Einzelredner der Debatte. Glückwunsch!

Der Abend fand in der Heidelberger Altstadtbar „Pepper’s“ ein spätes Ende. Daiquiris waren aus, dafür gab es aber Kuchen. Immerhin wurde nicht nur das Jubiläums-Meisterduell gefeiert sondern auch der Geburtstag der Deutschen Meisterin! Miriam hatte es sich nicht nehmen lassen, ihren persönlichen Ehrentag mit einem meisterhaften Auftritt in Heidelberg zu krönen! Happy Birthday, Champion!

Eine Fotogalerie wird bald auf der Homepage des DCH online sein, die Achte Minute wird Euch informieren.

Text: Daniel Sommer, DCH

Dienstag, 27. Oktober 2009

Ersti-Redewettstreit der Rederei Heidelberg von Erfolg gekrönt

Zum Anfang des neuen Semesters veranstaltete der Debattierclub Rederei Heidelberg einen Redewettstreit für Heidelbergs Erstsemester-Studenten. Es wurde kräftig geworben und vorbereitet, so dass das Turnier mit insgesamt 40 Teilnehmern starten konnte: 32 neue Debattierer, von denen 30 aktiv an dem Mini-Turnier teilnahmen und acht "alte Hasen" die entweder jurierten oder mit in den Teams saßen, um die Neuen zu coachen.

Nach vier Vorrunden und zwei Halbfinales zu verschiedenen Themen aus allen möglichen Bereichen fand das große Finale in einer beliebten Heidelberger Studentenkneipe statt: Zum Thema "Verbietet den Klimawandel" kämpften die Finalisten um den Preis des Turniers: Eine Flasche Wein. Danach wurde noch bis in die Nacht hinein gefeiert und (natürlich) geredet. Eine sehr gelungende Clubaktion der Rederei Heidelberg!

Text: Julia Hein

Dienstagabend: Duell der Meister in Heidelberg, Showdebatte gegen Amnesty International in Münster

In Süd und Nord werden heute öffentliche Debatten ausgetragen. In Heidelberg und in Münster lohnt sich der Besuch - kostenfrei natürlich.

In Heidelberg gibts zum fünften Mal das Duell der Meister. Der Debating Club Heidelberg (DCH) tritt in einer öffentlichen Debatte gegen Gäste aus verschiedenen Clubs an. Drei Professoren sind Fraktionsfreie Redner. Eine Ehrenjury kürt das Siegerteam, der beste Einzelredner oder die beste Einzelrednerin wird vom Publikum bestimmt.


In Münster heißt es Wirtschaft versus Menschenrechte - der Debattierclub Münster tritt erstmals mit einem Team von vier Debattierern und Debattiererinnen gegen ein vierköpfiges Team der münsterschen Amnesty-International-Hochschulgruppe an.

Duell der Meister
27. Oktober 2009, 20 Uhr
Alte Aula der Universität Heidelberg

DC Münster vs. Amnesty
27. Oktober 2009, 19.30 Uhr
Kulturkneipe Frauenstraße 24, Münster

Montag, 26. Oktober 2009

Impressionen vom Masters-Cup-Finale

Manuel Adams (Bremen; DC Münster und Berlin Debating Union), der beim Masters Cup 2009 jurierte, beglückt uns wie so oft auch bei diesem Turnier mit exzellenten Fotos. Eine kleine Auswahl an Finalaufnahmen des diesjähringen Masters Cup hier, alle Fotos findet Ihr auf der Homepage des Fotographen.

Bernd Hoefer stellt den Antrag: Einkommenssteuer weg, Mehrwertsteuer hoch!

Lukas Haffert winkt ab: Nein danke, jetzt keine Zwischenfrage.

Kai Monheim wirbt eindringlich für die Regierungsseite.

Karsten Stölzgen nimmt eine Frage des Kollegen Monheim an.

Das Auditorium freut sich über einen von unzähligen brillianten Sprüchen.

Lukas und Karsten konnten die Debatte klar für ihre Seite entscheiden.

Wunderbar: Die Wartburg bei Nacht.

So war's: Masters Cup und Mitgliederversammlung der DDG / Zusammenfassung / persönliche Eindrücke

Widersacher werden zu Teampartnern, jeder muss mal den Antrag stellen und auch gestandene Unternehmensberater hören sich ein kritisches Feedback von cleveren jungen Studenten an: Das muss der Masters Cup sein!

28 Rednerinnen und Redner kamen am Freitag in Eisenach zusammen, um sich miteinander zu messen. Der Masters Cup 2009, das Turnier der Deutschen Debattiergesellschaft (DDG) von 23. bis 25. Oktober, brachte ehemalige und noch aktive Debattierer/innen und Debattanten/-innen zusammen. Fünf Runden im extra für das DDG-Turnier entwickelten Masters-Format standen für alle Redner/innen an, dann gab es Halbfinals und das große Finale im ehrwürdigen Sängersaal der Wartburg. Die Jurorenschar rekrutierte sich auch aus aktiven und teils sehr jungen Mitgliedern der VDCH-Clubs, die sich freuten, berühmt-berüchtige "Alte Hasen" mal hören und bewerten zu dürfen.

Besonders spannend am Format der DDG: Frühere Gegenspieler werden zu Verbündeten - denn die Teampartner und Teampartnerinnen werden von Runde zu Runde einander zugelost. Auf jeder Seite tritt je ein Zweiterteam an. Die Redezeit beträgt sieben Minuten pro Person. So sind die Debatten angenehm kurz und es bleibt viel Zeit für Plausch und Tratsch. Bewertet werden Inhalt, Strategie und Form zu gleichen Teilen, bei Punktgleichheit aber entscheiden die Einzelpunkte in der Kategorie Inhalt... Eine kleine Regelung, die am Ende des Turniers entscheidend sein sollte.

Als Chefjuroren konnte wie im vergangenen Jahr Tim Richter, der Präsident des Verband der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH), gewonnen werden. An seiner Seite hat der scheidende DDG-Präsident Daniel Grotzky chefjuriert. Als Themen hatten sich Tim und Daniel etwas ganz besonderes ausgedacht: "Der Masters Cup ist ein meisterliches Turnier, da debattieren wir schon in den Vorrunden die Themen, die bei ZEIT DEBATTEN und anderen großen Turnieren erst in den Finalrunden kommen", sagte Tim, und präsentierte von Runde zu Runde wieder ein Thema, das bereits einmal als Halbfinal- oder Finalthema gelaufen ist. Das ein oder andere Mal erinnerten sich die älteren oder jüngeren Redner/innen an die "originale" Debatte und freuten sich, ein Thema noch mal, Jahre später, anders oder von der anderen Seite anzugehen.

Die Themen im Überblick:

1. Vorrunde: Ohne Fleiß kein Preis - Arbeitsniederlegung ist Sabotage! (Finalthema der ZEIT DEBATTE Konstanz 2004)
(Witzig: Hier traten Lukas Haffert (St. Gallen, ehem. DC Münster), Philipp Stiel (Streitkultur Tübingen) und Tom-Michael Hesse (Streitpunkt Leipzig), die DDG-Nachwuchspreisträger 2007, 2008 und 2009, in einem Raum an. Am Ende konnte sich Lukas mit seiner Teampartnerin Gudrun Lux (DC Bonn, ehem. DCJG Mainz), der bescheidenen Autorin dieser Zeilen, durchsetzen, insgesamt wurde die Debatte exzellent bepunktet - die jungen Redner sind nicht umsonst ausgezeichnet!)

2. Vorrunde: Ein Herz für den Kapitalismus - Soll der Organhandel dem freien Markt überlassen werden? (Halbfinalthema der DDM 2007)

3. Vorrunde: Hey, Aldder, haste mal n Grundgesetz - Soll die deutsche Sprache im Grundgesetz verankert werden? (Halbfinalthema der ZEIT DEBATTE Potsdam 2008)

4. Vorrunde: Was ist schon ein bisschen Kolleteralschaden - Sollen Regierungen im Krieg absichtlich lügen dürfen? (Finalthema der EUDC 2007)

5. Vorrunde: Keine Experimente - Ist Fortschritt reine Illusion? (Finalthema der ZEIT DEBATTE Greifswald 2002)

Halbfinale: Wer hungert, darf auch feiern - Soll das Fastenbrechen am Ende des Ramadans als bundeseinheitlicher Feiertag eingeführt werden? (Halbfinalthema der ZEIT DEBATTE Tübingen 2009)

Finale: Ist Steuerhinterziehung Notwehr? (Finalthema eines Oxford IV)

Im Halbfinale standen Lukas Haffert, Nachwuchpreisträger 2007, DDM-Finalist 2008 im Team und 2009 als Fraktionsfreier Redner; Patrick Ehmann (Berlin Debating Union), DDM-Finalist als Fraktionsfreier Redner 2007 und 2009, amtierender Nordostdeutscher Meister; Karsten Stölzgen (Streitkultur Tübingen), DDM-Finalist als Fraktionsfreier Redner 2003 und Kai Monheim (BDU), DDM-Finalist 2002; Gudrun Lux, DDM-Finalistin 2005, 2006 und Deutsche Meisterin 2007; Bernd Hoefer (DC Kiel), DDM-Finalist 2002; Tom-Michael Hesse, DDG-Nachwuchspreisträger 2009 sowie Hanna Kaspar (DCJG), Deutsche Meisterin 2003. Eine interessante Mischung aus "alten" und "neuen", ehemaligen und aktiven, blutjungen und schon reiferen Rednern.

Hier noch einmal der Halbfinalbreak im Überblick:


1. Lukas Haffert 182 Punkte
2. Patrick Ehmann 169 Punkte

2. Karsten Stölzgen 169 Punkte
4. Kai Monheim 168 Pubkte
5. Gudrun Lux 166 Punkte
6. Bernd Hoefer 165 Punkte
7. Tom-Michael Hesse 160 Punkte
7. Hanna Kasper 160 Punkte

Neben den beiden Chefjuroren Tim und Daniel jurierten Wiebke Nadler und Teresa Peters (beide Leipzig), Pauline Leopold (Streitkultur Tübingen), Andrea Gau (BDU), Thomas Hamm (DC München) und Hannes Budelmann (BDU) die Halbfinals. Tim, Wiebke, Teresa, Pauline und Thomas jurierten am Samstagabend zudem das Finale.

In das Finale im (immer wieder) beeindruckenden Festsaal breakten Bernd Hoefer und Kai Monheim, Lukas Haffert und Karsten Stölzgen. Per Los wurde entschieden, dass Bernd den Antrag stellen und Kai an seiner Seite für die Notwehrthese einstehen musste. Lukas wurde zum ersten, Karsten zum zweiten Oppositionsredner bestimmt. Die Regierung behauptete, im jetzigen Steuersystem sei Steuerhinterziehung Notwehr, forderte die Abschaffung der Einkommenssteuer (sprach aber, wie Karsten in seiner Rede anmerkte, in Wirklichkeit über die Lohnsteuer - oder?) und die entsprechende Erhöhung der Mehrwertsteuer. Bernd gestaltete seine Rede von vornherein sehr fröhlich, so dass die Steuerdebatte tatsächlich zum spaßigen Event wurde. Lukas sezierte Bernds Antrag, belegte unterhaltsam und mit einem Haufen Fachwissen, dass die Idee Quatsch sei und lies Kai dann auf ziemlich verlorenem Posten kämpfen, doch Kai unterhielt das Publikum mit Witz und Esprit. Karsten brachte die Debatte noch humoriger zu Ende als Bernd sie begonnen hatte und begeisterte die Zuhörer mit einem rhetorischen Feuerwerk an bunten Bildern und Beispielen und wunderbaren Anspielungen auf die Gegner. Das Masters-Cup-Publikum weiß jetzt, dass es in Kroatien preiswerte und steuergünstige Yachten zu kaufen gibt. Danke, Karsten! Am Ende bekamen die beiden Oppositionsredner gleichviele Punkte von der Jury - nach Masters-Format-Regel heißt dies, dass derjenige Redner gewinnt, der in der Kategorie "Inhalt" höher bewertet wurde: Lukas Haffert! Herzlichen Glückwunsch!

Am Sonntag stand - für viele trotz der dank Zeitumstellung verlängerten Nacht zu früh am Morgen - die Mitgliederversammlung der Deutschen Debattiergesellschaft an. Der bisherige Vorstand, Daniel Grotzky (DC München), Hannes Budelmann (Berlin Debating Union), Sonja Reinshagen (Berlin, früher Streit im Kloster Passau) und Thomas Hamm (DC München) lies das vergangene Jahr Revue passieren und legte Rechenschaft ab. Die Kassenprüfer Simon Wolf (Streitkultur Tübingen) und Bernd Hoefer (DC Kiel) bescheinigten eine sehr ordentliche Kassenführung und beantragten die Entlastung, die die Versammlung auch einstimmig gewährte.

Anschließend schritt man zu den Wahlen des neuen Vorstandes. Um das Präsidentenamt bewarb sich Hannes Budelmann, der mit großer Mehrheit gewählt wurde. Um die Stellvertreterpositionen - satzungsgemäß zwei bis vier Ämter - bewarben sich zunächst fünf Personen, eine Bewerbung wurde aber zurückgezogen. So wurden als erste Stellvertreterin Gudrun Lux (DC Bonn, ehm. DCJG Mainz), als zweite Stellvertreterin Eva Hofmann (Berlin, ehem. DC Würzburg), als dritte Stellvertreterin Annekathrin Rother (DC Münster) und als vierter Stellvertreter Oliver Hörtensteiner (DC München) gewählt.

Nach Aussprache und Ideensammlungen gingen die DDGler und DDGlerinnen für dieses Jahr auseinander. Der neue Vorstand wird in den kommenden Tagen die DDG-Mitglieder über die Aufgabenverteilung im Vorstand informieren und sich noch einmal schriftlich allen DDG-Mitgliedern vorstellen. Der Vorstand ist bereits jetzt erreichbar unter vorstand[at]deutsche-debattiergesellschaft.de, alles weitere kommt demnächst.

Der Masters Cup: Eine Bereicherung der deutschen Debattierszene! Danke dem Organisationsteam, dem ehemaligen DDG-Vorstand Daniel, Hannes, Sonja und Thomas!

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Ein Kommentar in eigener Sache zu guter Letzt: Selten wurde so viel gebloggt wie in den vergangenen Tagen vom Höhepunkt des DDG-Jahres, dem Masters Cup und der DDG-Mitgliederversammlung. Unzählige Kurznachrichten, E-Mails und Facebookkommentare und natürlich die hohen Zugriffszahlen vom Wochenende beweisen: Viele, die nicht dabei sein konnten, haben den Masters Cup am Wochenende online verfolgt. Die Schnelligkeit hat da und dort ihren Preis: Handy-Fotos sind verpixelt, die Worterkennung spottet der deutschen Rechtschreibung, die Standardhandytastatur sieht keine Umlaute vor usw. - Inzwischen sind die Blogposts alle überarbeitet und dürften zumindest weitgehend fehlerfrei sein ;) Diese Zusammenfassung ist als Überblick gedacht, insbesondere für diejenigen, die das Livebloggen am Wochenende nicht verfolgt haben. Wir hoffen, Ihr bleibt uns weiterhin als Leserinnen und Leser treu und freuen uns auf die weiteren großen Veranstaltungen dieses Jahres, vor allem natürlich auf das Auftaktturnier der ZEIT-DEBATTEN-Serie in Potsdam!

Das vollständige Tab des Masters Cup 2009 sowie ein paar Bilder gibt es natürlich in den nächsten Tagen auf der Achten Minute!

Sonntag, 25. Oktober 2009

Studententeam siegt beim Tübinger Professoren-Studenten Duell 2009

Am 22. Oktober 2009 richtete der Debattierclub Streitkultur Tübingen das traditionsreiche Professoren-Studenten-Duell aus, das in diesem Jahr im Rahmen des Dies Universitatis der Universität Tübingen stattfand.

Zum Thema "Brauchen wir ein öffentliches Professoren-Ranking?" wagten zwei Professoren (Prof. Abels, Politik und Prof. Wulf, Jura) das Wortgefecht mit zwei erfahrenen Streitkultur-Rednern (Lorena von Gordon, Peter Croonenbroeck). Während das studentische Team durch anthropologische Ansätze - große Menschen werden immer besser bewertet als kleinere Menschen - und Datenschutz überzeugen wollte, beriefen sich die Professoren auf eine Verbesserung der Forschung und Lehre durch höhere Anreize.

Nachdem die Tübinger auf dem Markt der Möglichkeiten fleißig die Werbetrommel für das Debattieren und natürlich de Streitkultur gerührt hatten, fanden sich etliche Studenten beim Duell der Superlative ein.

Peter Croonenbroeck überzeugt: Am Ende wurde der Tübinger Debattant zum besten Redner der Debatte gekürt.

Neben hervorragenden und erheiternden Reden der Pro- und Contra-Seite übernahmen viele Zuschauer in der Offenen Aussprache (eine Besonderheit der Tübinger Debatte) auch einen aktiven Part innerhalb des Duells.

Schlussendlich ergab die geheime Abstimmung, dass das studentische Team sich durchgesetzt hatte und Peter seine Erfolgsserie fortsetzten konnte: Er wurde bester Redner der Debatte.

DDG: Der neue Vorstand der Alumni ist gewählt

Die Deutsche Debattiergesellschaft (DDG), die Alumnivereinigung des Debattierens, hat anlässlich ihrer jährlichen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt.

Zukünftig steht Hannes Budelmann aus Berlin der DDG als Präsident vor. Ihm zur Seite stehen vier weitere Vorstandsmitglieder: Gudrun Lux aus Bonn (früher Mainz), Eva Hofmann aus Berlin (früher Würzburg), Annekathrin Rother aus Münster und Oliver Hörtensteiner aus München.

Allen Gewählten alles Gute für ihre gemeinsame Vortandstätigkeit!

Post-Mitternachtsmahl beim Masters Cup

Kurze Stärkung zwischen Feiern und Feiern :) Die Party ist voll im Gange!

Willy Witthaut (DCGF) und Stefan S. aus M. freuen sich über preisgünstige Verpflegung in Eisenach.

Samstag, 24. Oktober 2009

Masters Cup im Beach!

Get the party started!

Pauline L., Bernd H., Henrik M., Simon W., Willy W. und Philipp S. (v.l.) stürzen sich in Eisenachs beste Partydisse!

Lukas Haffert ist der Masters-Cup-Sieger 2009!

Der Sieger steht fest! Der beste Redner des Masters Cup 2009, der "Master der Master" ist Lukas Haffert.

Als Team gewannen das Finale des Masters Cup Lukas Haffert und Karsten Stölzgen. Karsten kam auf die exakt gleiche Punktzahl wie Lukas, hatte aber in der Einzelkategorie "Inhalt" weniger Einzelpunkte, wodurch nach Masters-Format-Regel Lukas gewann.

Herzlichen Glückwunsch!


Chefjuror Tim Richter (Bonn) verkündet gemeinsam mit den anderen Finaljuroren Teresa Peters (Leipzig), Pauline Leopold (Tübingen), Wiebke Nadler (Leipzig) und Thomas Hamm (München) den Sieger des Masters Cup.

Gandalf bleibt, Guido springt

Mit der simplen Frage "Wo gehört ein AUSSENminister hin?" überzeugt Marcus-Gandalf das Publikum.

Ballondebatte beim Masters Cup

Als erster Ballonfahrer musste der Chippendale Torsten gehen, Gerüchte sagen, es habe daran gelegen, dass er sich den "Ausziehen"-Rufen standhaft widersetzt hat. Nach weiteren Reden von Maggie, Guido und Gandalf musste auch Maggie aussteigen ("Alles eiserne muss über Bord, auch die eiserne Lady", so Gandolf), da er nicht genügend Applaus bekam. Das Applausometer nämlich bestimmte, wer den Balon verlassen musste. Im Ballonfinal müssen sich jetzt Guido und Gandalf schlagen - natürlich nur im übertragenen Sinne...

Stefan, Kai, Torsten und Marcus (im Bild von links) hier noch alle im Ballon.

Finale Masters Cup 2

Die Finaldebatte ist vorbei, zeichnete sich durch außerordentliche Humorigkeit aus. Die Jury tagt, Magret Thatcher (Stefan Marx), Guido Westerwelle (Kai Kottenstede), ein Chippendale (Torsten Rössing) und Gandalf (Marcus Ewald) sitzen gemeinsam in einem Ballon, der an Höhe verliert. Jeder der vier wird versuchen, das Publikum und die anderen Ballonfahrer davon zu überzeugen, dass nicht er aus dem Ballon geworfen werden muss.


Die Regierung: Kai Monheim und Bernd Hoefer.


Die Opposition: Lukas Haffert und Karsten Stölzgen.

Finale Masters Cup 1

Das Finale geht gerade los, der Antragsteller verbindet Steuerfragen mit Humor. Nach dem Finale werden einige tapfere Recken sich in einer Balondebatte messen, während die Jury tagt. Den "Trostpreis für die, die nicht gebreakt haben" (Sonja Reinshagen) haben Marcus Ewald und Torsten Rössing (beide Halle), Stefan Marx (DC München) und Kai Kottenstede (DC Münster) gewonnen.

Das Thema des Finales des Masters Cup

Die vier Finalisten sind bereits in der Vorbereitungszeit, gleich gehts los zum Thema: Ist Steuerhinterziehung Notwehr? (Ursprünglich Finale eines Oxford IV)

In der Regierung werden Bernd Hoefer und Kai Monheim, in der Opposition Lukas Haffert und Karsten Stölzgen sprechen.

Finalbreak beim Masters Cup

Im Finale: Lukas Haffert, Kai Monheim, Bernd Hoefer und Karsten Stölzgen.
Jurieren werden Tim Richter, Thomas Hamm, Pauline Leopold, Teresa Peters und Wiebke Nadler.
Daniel Grotzky wird das Finale moderieren.

Masters Cup: Frauen und Fußball - passt wunderbar!

Die Sieger/innen des Bundesliga-Tippspiels:
1. Hanna Kaspar (Mainz)
2. Saskia Dürr (München)
3. Martin Herz (Heidelberg Rederei)

Während die Damen sich auch über die Siege ihrer Favoritenfußballmannschaften freuen können, muss Martin die Niederlage der seinen (es sind zwei) beklagen. Ob ihn ein dritter Platz beim Tippspiel da zu trösten vermag?

Masters Cup: Nachtrag zum Break

Im Nachtrag zur Bekanntgabe des Rednerbreaks hier der Jurorenbreak.

Die Halbfinals sind juriert wurden von:
Andrea Gau
Wiebke Nadler
Teresa Peters
Pauline Leopold
Thomas Hamm
Hannes Budelmann
Daniel Grotzky
Tim Richter

Redner und Juroren fahren nun zurück in die Jugendherberge, machen sich final-fein und starten um acht auf der Wartburg ins Finale des diesjährigen Masters Cup.

Masters Cup: Die Damen

Neben einigen Rednerinnen, die sich über das Tab verteilten, gibt es auch ein paar Jurorinnen, die den Masters Cup bereichern. Ganz in schwarz mit blondem Haar fiel der Achten Minute dieses hübsche Trüppchen auf!

Sonja Reinshagen, Pauline Leopold, Wiebke Nadler und Andrea Gau - Zitat Pauline: "Schreib: Sie trugen nicht inhaltlich aber optisch zum Turnier bei".

Masters Cup: Break ins Halbfinale

Die Würfel sind gefallen! Der Break des Masters Cup 2009:

Lukas Haffert 182 Punkte
Patrick Ehmann
169 Punkte
Karsten Stölzgen 169 Punkte
Kai Monheim 168 Pubkte
Gudrun Lux 166 Punkte
Bernd Hoefer 165 Punkte
Tom-Michael Hesse 160 Punkte
Hanna Kasper 160 Punkte

Thema der gerade in diesem Moment startenden Halbfinals aus Tübingen 2009 lautet:

Wer hungert, darf auch feiern - Soll das Fastenbrechen am Ende des Ramadans als bundeseinheitlicher Feiertag eingeführt werden?

Masters Cup: Heimliche Aufnahme aus dem Tabraum gelungen

Diese heimliche Aufnahme aus dem Tabraum belegt: Die Chefjuroren arbeiten wirklich!


Der eine diktiert, der andere tippt: Chefjuroren bei der Arbeit!

DDG-Präsident Daniel Grotzky und VDCH-Präsident Tim Richter tabben. Unterdessen bereiten sich die Nachhol-Redner auf die Quotendebatte vor, die Daniel Grotzky und DDG-Vizepräsident Thomas Hamm gleich jurieren werden.

Master Cup: Nachholdebatte

Als Thema der bereits erwähnten Nachholdebatte steht: Soll es eine Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen geben? (Halbfinale der Regionalmeisterschaften 2009)

Masters Cup: Letzte Vorrunde

Kein Ende des Meister-Menues in Sicht. Kurz vor der wohlverdienten Mittagspause nehmen sich die Redner eines warhaft grundsätzlichen Themas an. Dafür bedienen sie sich des Finalthemas aus Greifswald 2002.

Das Thema der fünften und letzten Vorrunde lautet:

Keine Experimente - Ist Fortschritt reine Illusion?

Masters Cup: Fröhliches Beisammensein zwischen den Debatten

Gute Laune zwischen den Runden. Man hat sich ja auch viel zu erzählen!

Die einen essen mitgebrachte Kuchenreste (im Bild v. l. der kuchenselige Manuel Adams sowie seine kuchenlosen Gesprächspartner Patrick Ehmann, Lukas Haffert und Markus Dankerl), ...

... die anderen kuscheln (VDCH-Vizepräsidentin Teresa P. und Moritz N. aus J., die das Bild, aber nicht ihre kompletten Namen freigegeben haben). Zwischen der vierten und der fünften Vorrunde steigt die Spannung auf dem "unkompetitivsten" Turnier Deuschlands, denn in der kommenden Vorrunde wird es kein Feedback und keine Rednerpunkte mehr geben. Nur achte Redner/innen werden im Halbfinale sprechen... Dafür winkt nach Runde fünf allen das Mittagessen - gut für die Vielen, die sich das Frühstück aufgrund der unchristlichen Servierzeit (7.30 Uhr! Am Samstag!) gespart haben. Ach ja - allen? Nicht alle werden ein entspanntes Mahl zu sich nehmen können. Florian Wichelmann, Kai Monheim und Kai Kottenstede, die nicht rechtzeitig zur ersten Vorrunde angereist waren, dürfen die Runde nachholen, Karsten Stölzgen hat sich bereiterklärt, die Debatte zu komplettieren (und schaute sich die reguläre erste Vorrunde entspannt als Zuhörer an). Zum Mittagessen wir den Herren dann leider nur wenig Zeit bleiben - obwohl Florian einen Berliner Gourmettempel führt, wird er gemeinsam mit den anderen heute das Schlingen praktizieren müssen.

Masters Cup: Die vierte Runde

Die Meister reisen in der vierten Vorrunde ins Finale der Europameisterschaften 2007 nach Istanbul.

Das Thema der vierten Runde lautet:

Was ist schon ein bisschen Kolleteralschaden - Sollen Regierungen im Krieg absichtlich lügen dürfen?

Masters Cup: Das Thema der dritten Runde

Das Thema der dritten Runde ist soeben verlautbart worden.

Auf der Reise durch die Meister-Themen steht das Halbfinale in Potsdam 2008 auf dem Programm:

Hey, Aldder, haste mal n Grundgesetz - Soll die deutsche Sprache im Grundgesetz verankert werden?

Masters Cup: Der Morgen vor der dritten Runde

Erholt und ausgeruht trudeln Redner und Juroren in der Martin-Luther-Schule in Eisenach wieder ein.

Das Tab ist bereitet, das Sahnehäubchen-Menue gerichtet und das Punkte-Dessert bereitet.

In einer knappen halben Stunde soll die nächste, dritte, Vorrunde gestartet werden.

Masters Cup: Party Nummer Eins ist voll im Gange

Im Eisenacher Irish Pub O'Tooles wird gefeiert! Traditionell stürmen die Teilnehmer/innen des Masters' Cup den Pub am Freitagabend - samstags steht dann die legendäre Beach-Party an. Die ersten beiden Vorrunden liegen bereits hinter uns und alle einschließlich der beiden Juroren Willy Witthaut (DCGF) und Thomas Hamm (DC München, beide im Bild) freuen sich beim Bier über tolle Debatten, freudige Wiedersehen und darüber, noch mehr Debattanten und -innen kennenzulernen. Cheers!


Hut ist in, Streifen auch: Willy und Thomas.

Freitag, 23. Oktober 2009

Masters Cup: Zweite Runde

Sahnehäubchen-Runde Nummer zwei startet in Eisenach mit dem folgenden Thema:

Ein Herz für den Kapitalismus - Soll der Organhandel dem freien Markt überlassen werden?

Kommt bekannt vor? Ja! Halbfinale der Deutschen Debattiermeisterschaften 2007 in Bayreuth.

Masters Cup: Erste Runde startet

Es ist soweit: eine Sahnetorten-Banquett der Meister-Themen ist angerichtet. Und das schönste dabei: für den diesjährigen Masters Cup gibt's nur die Sahnehäubchen! Nämlich ausgewählte Themen der Finalrunden großer Turniere der letzten Saisons.

Die kulinarische Reise beginnt an diesem Abend in Konstanz im Jahre 2004.

Der Thema der ersten Vorrunde des Masters Cup 2009 lautet:

Ohne Fleiss kein Preis - Arbeitsniederlegung ist Sabotage!

Gut behütet beim Masters Cup

Willy Witthaut (Frankfurt/Main), Matthieu V. (Potsdam) und Patrick Ehmann (Berlin) haben den Trend des Herbstes erkannt und sind gut behütet zum Masters Cup gereist. Kommentar Ralf Lehnert (DC Bonn, jetzt Lehrer in Karlsruhe): "Bei mir in der Klasse müssten die Jungs erstmal die Mütze abnehmen"...

Masters Cup: Warten auf Berlin; Tippspiel gestartet

Der Großteil der Teilnehmer/innen ist mittlerweile angereist, die große Delegation aus Berlin lässt jedoch noch auf sich warten. Das traditionelle Bundesliga-Tippspiel ist bereits fulminant gestartet. Während Berlin sich noch auf der Autobahn amüsiert, stürzt sich der Rest erstmal aufs Büffet.

Schriftgrad
Das berühmt-berüchtigte Bundeslia-Spieltag-Tippspiel: Wer mitmachen will, trägt Wunsch- oder Rateergebnisse an der Schultafel an.


Masters Cup: Die letzten Vorbereitungen

Gleich geht's los! Die ersten Teilnehmer sind da und schleppen Sachen :)

Organisatoren und früh angereiste Teilnehmer sorgen für das leibliche Wohl der DDG-Mitglieder und -Freunde beim Masters Cup 2009.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Kurzmeldungen aus der Szene

Das Tab des SOAS IV ist online, beste deutsche Rednerin war Dessislava Kirova (Berlin Debating Union) auf Rang 54.

Auf der Seite der Streitkultur Tübingen ist jetzt ein ausführlicher Bericht aus Tübinger Sicht über den Gutenberg-Cup zu finden. Auch auf der Homepage der Gastgeber vom Debattierclub Johannes Gutenberg gibt es jetzt einen ausführlichen Bericht, eine Zitatesammlung und Bilder vom Turnier.

Für die Debatte mit der Deutschen Bahn am 3. November gibt es nur noch wenige Publikumsplätze. Eine Anmeldung an info[at]vdch.de ist erforderlich, nur wer auf der Gästeliste steht, kann teilnehmen.

Erinnerung: Heute abend veranstaltet die Streitkultur in Tübingen ihr Professoren-Studenten-Duell. Um 19 Uhr geht's los in der Neuen Aula, HS4, Wilhelmstraße 7-9. Die Vorsitzende der Streitkultur Anna Mattes wird für die Achte Minute berichten.

Countdown zum Masters' Cup: Morgen abend geht's los. VDCH-Präsident Tim Richter und Gudrun Lux (beide Debattierclub Bonn) werden für die Achte Minute via Blog und Twitter berichten - alle Daheimgebliebenen können also während des Wochenendes auf dem Laufenden bleiben.

Auf ins Baltikum! Anmeldung zum Winterturnier in Riga eröffnet

Die lettische SSE Riga & LMT Debate Society der Stockholm School of Economics in Riga lädt für den 11. und 12. Dezember zum SSE Riga & LMT IV 2009. Es wird fünf Vorrunden mit Fünf-Minuten-Reden mit Break ins Halbfinale geben. Im Halbfinale und Finale beträgt die Redezeit dann die bei uns üblichen sieben Minuten pro Redner. Das Turnier findet in englischer Sprache und im Debattierformat BPS statt - das heißt, dass ein Rednerteam aus zwei Personen besteht. Die kurze Redezeit bei den Vorrunden kann den Einstieg ins englischsprachige Debattieren erleichtern, also nur Mut, meldet Euch an! Die Anmeldung für nichtbaltische Clubs ist jetzt eröffnet, auf der Homepage des Turniers findet Ihr alle Informationen und auch ein Anmeldeformular. Die Teilnahme kostet 70 Euro pro Rednerteam und 30 Euro pro Juror.

Das Wappen der lettischen Hauptstadt Riga.

Nicht vergessen: Am gleichen Wochenende werden in Tübingen der Streitkultur-Cup und die Baden-Württembergische Meisterschaft im Debattieren ausgetragen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Die Anmeldung zum Auftaktturnier der ZEIT-DEBATTEN-Serie 2009/2010 ist eröffnet

Die Anmeldung zur ZEIT DEBATTE in Potsdam ist eröffnet! Vom 27. bis 29. November darf in der brandenburgischen Landeshauptstadt debattiert werden - zur Feier des fünfjährigen Bestehens des Debattierclub Potsdam und des Auftaktes der ZEIT-DEBATTEN-Serie 2009/2010. Die genauen Anmeldemodalitäten wurden über den VDCH-Verteiler bekanntgegeben und sind mit einem Passwort auch auf der Seite des Potsdamer Clubs abrufbar. Das Passwort wurde ebenfalls über den VDCH-Verteiler bekannt gegeben. Wer es nicht erhalten hat, kann es bei mail[at]debattierclub-potsdam.de erfragen. Wichtig: Jeder VDCH-Club hat grundsätzlich Startrecht, solange der Vorrat an Startplätzen reicht. Bis zum 3. November muss der Club dafür die Teamanmeldung erledigt haben. Das Turnier findet im Format OPD statt, für ein vollständiges Team sind also drei Redner/innen und ein Juror oder eine Jurorin erforderlich.

ZEIT DEBATTE Potsdam
Auftaktturnier der ZEIT-DEBATTEN-Serie 2009/2010
27.-29. November 2009
Vorrunden: Uni-Campus Griebnitzsee
Halbfinale und Finale: So., 10 bzw. 14 Uhr, Saal des Ho­tels Mer­cu­re

SOAS IV 2009 - Berlin scheitert knapp am Break in London

Kein Essen, keine Wasserflaschen, keine Blöcke, sondern Debattieren pur an der Londoner School of Oriental and African Studies. Zum SOAS IV reisten am Wochenende drei deutsche Debattierteams an die Themse. Berlin Steglitz (Dessislava Kirova, Niels Schröter) Potsdam West (Jana Bachmann, Florian Umscheid) sowie Potsdam Sanssouci (Eva-Maria Risse, eigentlich Debattierclub München, und Mathias Hamann).

Beim Teamcheck gibt es die ersten Lacher, die Orga ruft auf "Bristol A, Bristol B" - da folgt ein ruhiges „Yes“, aber dann: "Cambridge A, B, C, D, E, F, G, H" und lauter Jubel.

Die erste Runde: This House would never release prisoners on compassionate grounds.

Potsdam Sanssouci lernt: Das Land, das den Entrepreneur adoptiert, tut sich etwas schwer mit dem französischen Teamnamen. Bei der Vorstellung im Debattierraum mutiert der Name des bekanntesten Potsdamer Schlosses zu San Suzie. San Suzie landet in der schließenden Regierung auf dem vierten Platz. Wir versuchen es dem Maulwurf und graben tiefer. Aber der Juror wünscht sich lieber eine neue große Idee, er sieht kein Tiefergraben, sondern einen Aufbau.

Potsdam West schneidet hingegen besser ab und landet auf Platz zwei. Berlin Steglitz macht uns Mut: Erster. „Und unsere Gegner würdet ihr auch schlagen.“

Am nächsten Morgen: Der weibliche Part von Potsdam Sanssouci ist gar nicht sorglos, Eva-Maria zählt noch mal die ESL-Teams (English as second language) - summieren die sich auf 12, dann gäbe es ein ESL Break, wenn nicht...

Nach reichlich Wartezeit die zweite Motion: This Hosue believes that the state should redistribute wealth beyond the mere provision of basic securities. This is an analysis motion. Das bedeutet: Keine Policy vorschlagen (zu deutsch Antrag) sondern die Grundfragen analysieren (zu deutsch: Wartburg).

Das Powerpairing bringt Berlin schwerere Gegner, Steglitz landet auf dem dritten Platz. Potsdam Sanssouci als eröffnende Opposition lernt diesmal keine neuen Namensvariationen kennen, dafür gibt es ein Erfolgserlebnis: Rang zwei.

Frischen Mutes nun in Runde drei: This House would stopp western countries forcing the developing world to respect patents for live saving drugs. Potsdam Sanssouci als eröffnende Regierung erlebt eine neue Namensvariation: Sän Sushi.

Dessi und Niels guter Laune, die Berliner hoffen noch auf ein ESL-Break.

Die ausgeweitete Mittagspause nutzen wir, um weitere ESL-Leute aufzuspüren. Wir finden zehn, doch die Orga bleibt hartnäckig, das Dutzend ist die Grenze.Vielleicht hätten wir an den Ehrgeiz und Nationalstolz der Iren appellieren sollen, so a la: Englisch ist doch nicht eure Muttersprache. Aber selbst das hätte ja nix geholfen, da sie zu lang in der Sprache ihrer ehemaligen Besatzer reden.

Runde vier: This House believes that the West should treat islamic terrorists and terrorist suspects as prisoners of war. Potsdam San Sushi sorgt für Heiterkeit, denn sie sagen, dass Soldaten ein Land repräsentieren, aber Al-Quaida-Terroristen? Al-Quaida-Country? Resultat Platz eins.

Berlin hat nach vier Runden gut vorgelegt und führt mit acht Punkten die deutschen Teams an, Potsdam West bringt es auf fünf Punkte und San Sushi auf sieben.

Wir kommen zur letzten Vorrunde: This House would abolish state-endorsed marriage. Potsdam Sanssouci vertritt zum zweiten Mal die schließende Opposition. Die Regierung verspricht freie Liebe und gewinnt, Sanssouci landet wieder auf Rang zwei. Insgesamt fällt auf, wenig Witze, viel Aneinanderreihen der Fakten. Ob es nach den Vorrunden unterhaltsamer wird?

Zunächst erwartet Berlin mit Spannung das Break - 11 Zähler, Dessi und Niels verpassen nur wegen der Rednerpunkte den Einzug ins Halbfinale. Dessen Thema: This House would allow adults to consent to everything. Der Autor war leider nicht dabei, aber die deutschen Zuhörer beschrieben den Inhalt unisono mit: „Total abgedreht.“

Jetzt macht sich schon lockere Stimmung breit, die Teilnehmer trinken fleißig. Nach dem Halbfinale stimmen die Iren Sprechchöre an - sie fordern den versprochenen freien Alkohol. Schließlich fangen sie an zu singen: „Shoulder on Shoulder“ stehen sie auf den Stühlen und erschaffen Fußball-Atmosphäre.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt des irischen Chors.

Das Finalthema: This House believes that people, who buy unnecessary items are morally responsible for starving africans. Zwar gewinnt sie nicht, doch die eröffnende Opposition bestimmt trotzdem die Debatte, mit einem Bild. Sie nimmt an, es gäbe da eine Maschine, die dauernd Babys produziert und dann ertrinken lässt. Ihr Frage: Sind wir schuld, dass es Strukturen gibt, die Menschen töten? Jeder der folgenden Redner wird das Bild der „Baby popping machine“ nutzen. Trotzdem gewinnt am Ende die erste Regierung, die hatte uns alle zu moralischen Monstern erklärt, wenn wir konsumieren statt helfen.

Was auffällt: In den meisten Runden fehlt ein Äquivalent zum Antrag, meist werden die Grundsatzfragen runtergerattert. Die Organisation beschränkt sich auf die Räume, Essen und Getränke muss jeder selbst stellen, Debattieren pur eben. Für internationale Teams entfiel aber der Teilnahmebetrag und man bescherte uns ein Hostel.

Als Fazit bleibt: Das SOAS IV ist ein prima Turnier für alle Anfänger bei internationalen Debatten, als Nichtmuttersprachler ist es zwar schade, wenn es nicht für ein ESL-Finale reicht, aber Berlin Steglitz bewies ja, dass es auch Chancen im Hauptfeld gibt.

P.S. Danke an Dessi für das Mitschreiben der Themen. Danke auch an Eva-Maria, die für einen verhinderten Potsdamer einsprang. Den Verweis auf das Tab verlinken wir, sobald er da ist.

Montag, 19. Oktober 2009

Gutenberg-Cup Nachlese

Seit dem Ende der Deutschland-Premiere eines reinen Spaßdebatten-Turnieres in Mainz sind schon wieder mehr als 24 Stunden vergangen, aber die wichtigsten Resultate wurden ja bereits gebloggt. Die Redner/innen der Streitkultur Tübingen, die mit Pauline Leopold, Peter Croonenbroeck und Christoph Krakowiak (Anna Mattes war im Mixed-Team) nach dem Schobbe-Turnier in Frankfurt ein zweites Mal ihre Promis ins Rhein-Main-Gebiet entsandten, schlugen die Opposition aus München mit hauchdünnem Vorsprung und tragen seit gestern Nachmittag für ein Jahr den neu eingeführten offiziellen Titel "Sieger der Späße" (das mit dem Copyright ist in Arbeit).

Der ehrenvolle Siegerpokal des Gutenberg-Cups.

Auf das Experiment des Spaßdebatten-Turniers ließen sich zur freudigen Überraschung der Mainzer Gastgeber tatsächlich mehrere auswärtige Clubs ein, Neben den Münchnern und Tübingern waren geschlossene Teams aus Berlin, Karlsruhe, Frankfurt am Main und dem Gastgeberclub selbst am Start. Aus Rednern einiger der bereits erwähnten Clubs sowie aus und Heidelberg, Kiel, Paderborn, Münster, Dortmund und Osnabrück wurden zudem vier gemischte Teams gebildet. Außerdem, für Freundschaftsturniere keine Selbstverständlichkeit, wurde auch das Jurorenfeld des Turniers durch Juroren aus Berlin und Dortmund verstärkt. Daneben durften sich die Chefjuroren Lukas Haffert (St. Gallen) und Marcel Giersdorf (DCJG Mainz) über die Unterstützung starker Mainzer Juroren freuen. Der Vorgabe der Turnierorganisation, in den Themen Unterhaltungspotenzial mit einem hohen Debattenniveau zu vereinen, versuchten sie mit folgenden Themen gerecht zu werden:

1. Vorrunde: Sollen Männer wieder bei den Eltern der Braut um deren Hand anhalten müssen?
2. Vorrunde: Soll Darth Vader neuer deutscher Verteidigungsminister werden?
3. Vorrunde: Soll jetzt endlich was passieren?
Halbfinale: Soll man seine Seele verkaufen dürfen?
Finale: Soll der deutsche Wahlkampf den Friedensnobelpreis erhalten?

Voll im Soll waren nach den Vorrunden die Teams aus Tübingen, München und Frankfurt: Sie durften sich über den Einzug ins Halbfinale freuen.

Das Team-Tab

1 Streitkultur Dionysos 664
2 München Oxford A 637
3 München Wanne-Eickel C 608
4 Frankfurt Mephisto 583
5 Artemis 567
6 Westfalian Winners 561
7 Berlin Schöneberg 560
8 Mainz Anton 537
9 Karlsruhe Rock 526
10 MaKiPa 510
11 Karlsruhe Roll 463
12 DebaDo Sprinter 440

Die Top 5 der Einzelredner nach den Vorrunden:

1 Peter Croonenbroeck 161
2 Wladi Jachtchenko 153
3 Christoph Krakowiak 150
3 Pauline Leopold 150
5 Patrick Ehmann 144

Im Finale zwischen Oxford A und Dionysos kam es schließlich zu einer äußerst knappen Entscheidung. Ganze drei Punkte trennten die Teams, 238 zu 235 lautete das Ergebnis zugunsten der Tübinger Opposition. Der Preis für den besten Finalredner ging dagegen nach München: Wladi Jachtchenko gewann die Herzen des Publikums mit einem pointenreichen Plädoyer für mehr Gekuschel. Das Finale jurierten Andrea Gau (Berlin/Mainz), Georg Sommerfeld (Berlin), Max Fritz, Jan Papsch (beide Mainz) und Lukas Haffert (St. Gallen).

Auf der Homepage des DCJG wird es ab Dienstag einen ausführlichen Bericht zum Turnier, eine Foto-Auswahl und natürlich den zur Tradition gewordenen Zitate-Auszug geben. Über den Gutenberg-Cup berichten außerdem die Clubs aus Tübingen, Frankfurt und München.

Die Turniersieger: Pauline Leopold, Peter Croonenbroeck und Christoph Krakowiak (v.l.) konnten Gutenberg-Cup-Pokale mit nach Hause nehmen. Das Mainzelmännchen für den besten Redner des Turniers ging an Peter.

Der beste Redner des Finales beißt auf Gold: Wladi Jachtchenko.

Text: Sarah Kempf, Lukas Haffert

Neuer Vorstand in Wien

Der Debattierklub Wien (DKW) hat soeben in seiner Generalversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Außerdem gab es eine Reihe von Satzungsänderungen, die neuen Statuten des DKW regeln u.a. die Erweiterung des Vorstandes von bisher drei auf jetzt sechs Personen. Der DKW hat sich entschlossen, im Falle einer Vereinsauflösung (die Gott verhüten möge!) den VDCH, hilfsweise die DDG als "Erben" einzusetzen.

Neuer Obmann des DKW ist Leonhard Weese. Er ist 21 Jahre alt und studiert Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien. Stellvertretender Obmann ist der 29-jährige Jus-Student Matthias Moser. (Anmerkung für Deutsche: Jus heißt hierzulande Jura.) Matthias war bislang Schriftführer des Vereins. Zum Schriftführer und Pressesprecher wurde David Cichewicz gewählt, der 24-Jährige studiert Politikwissenschaft sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. zur stellvertretenden Schriftführerin wurde die 19-jährige Miriam Baghdady gewählt. Sie studiert Internationale Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien. Lukas Grill, 24, bleibt Kassier des Debattierklubs. Er studiert Rechtswissenschaften am Juridicum der Universität Wien und Internationale Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien. Zum stellvertretenden Kassier wurde der 23-jährige Florian Prischl, Jus-Student an der Universität Wien, gewählt. Florian war bislang Obmann des DKW und wird sich jetzt besonders auf seine Aufgabe als Österreich-Beauftragter des VDCH konzentrieren. Außerdem übernimmt er die Cheforganisation der ZEIT DEBATTE Wien 2010.

Zu Rechnungsprüfern wurden Konrad Karner und Bernhard Tamandl gewählt.


Der frischgekürte Pressesprecher des DKW David Cichewitz berichtet der Achten Minute: "Der Debattierklub Wien ist für die anstehenden großen Aufgaben, insbesondere als Ausrichter der ZEIT DEBATTE Wien 2010 (5. bis 7. März 2010), gut gerüstet und neu aufgestellt worden, indem die Kompetenz und Erfahrung der bisherigen Vorstandsmitglieder bestätigt und um drei neue engagierte und junge Mitglieder ergänzt wurde. Augenfälligste Neuerung der diesjährigen Klubsaison ist der zweite Debattiertermin am Mittwoch. Am kommenden Mittwoch erwarten wir auch den Besuch eines Journalisten der österreichischen Qualitätstageszeitung "Die Presse". Der Artikel ist für die Montags-Hochschulseite geplant."

Herzlichen Glückwunsch dem neuen Vorstand zur Wahl! Wir wünschen Euch für Eure Arbeit vor Ort viel Erfolg und freuen uns schon auf die erste ZEIT DEBATTE außerhalb Deutschlands!

Streitkultur Tübingen startet mit Ersti-Abenden und Showdebatte ins Semester

Die Streitkultur Tübingen startet mit einer Reihe von Veranstaltungen ins neue Semester. Gleich drei Abende sollen Neueinsteigern ins Debattieren oder in den Tübinger Club den Einstieg möglich machen.

Am 21. und 28. Oktober und am 4. November finden jeweils um 19 Uhr, vor der regulären Debatte, die Ersti-Abende des Vereins statt. Leiten wird den Abend an diesem Mittwoch Peter Croonenbroeck, für den darauffolgenden zeichnen Pauline Leopold und Markus Herrmann und am ersten Mittwoch im November wird Sarah John in das Format der Tübinger Debatte einführen. Auf dem Plan steht sonst eine Regeleinführung in das Format der Offenen Parlamentarischen Debatte und diverse Übungen mit hilfreichen Tipps für Auftreten, Argumentation, Sprachkraft und vieles mehr.

Am Donnerstag, den 22. Oktober, findet wie bereits angekündigt im Rahmen des Dies Universitatis der Universität Tübingen in der Neuen Aula ein Professoren-Studenten-Duell statt, zu dem der Tübinger Club Freunde und Interessierte herzlich einlädt.
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Professoren-Studenten-Duell
22. Oktober
19 Uhr
Neue Aula, HS4
Wilhelmstraße 7-9
Tübingen

Erfolgreicher Debattenmarathon bei der Stuttgartnacht

Der Debattierclub Stuttgart (DCS) zeigte sein Können: Bei der Stuttgartnacht am Samstag präsentierte der Club sechs Debatten hintereinander.

Als "vollen Erfolg" bewertet der DCS den Debattenmarathon und berichtet im DCS-Blog von über 200 Zuschauern. Und während man beim Gutenberg-Cup schon verhalten feierte, wurde in Stuttgart noch debattiert. Die Themen standen dabei der Veranstaltung in der Fastnachtsstadt an Spaßpotential in nichts nach, hatten aber teils ganz deutlich regionalen Bezug. Im Format war man offenbar flexibel, da manchmal Zweier- und manchmal Dreierteams antraten. Über den Sieg entschied jeweils das Publikum per Applaus.

Debattiert wurde:
Sollen Eltern von Kindern, die die Schule schwänzen, kein Kindergeld mehr bekommen?
Sollen Baden und Württemberg geteilt werden?
Soll der Cannstatter Wasen ganzjährig geöffnet sein?
Soll Schwäbisch Schulfach sein?
Soll die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vom Volk gewählt werden?
Sollen Superhelden ihre Identität preisgeben müssen?

Jeweils nach jeder Debatte hielten die Redner Stegreifreden, die Themen wurden aus dem Publikum zugerufen. Die Redner hielten so spontane Plädoyers zum Beispiel gegen und für Homosexuellenrechte im Grundgesetz. "Ein Programmpunkt, der für viel Eindruck und Vergnügen beim Publikum zu sorgen schien", berichtet Andreas Lazar vom DCS.

In den Ring stiegen Isabel Spieth, Florian Wilken, Tolga Kacmaz, Julian Häcker, Lukas Becher, Nils Haneklaus, Steffen Eberle, Kai Nosbüsch, Andreas Lazar (alle DCS), der DCS-Präsident Michael Saliba, der Deutsche Meister 2008 Marcus Ewald (Klartext Halle/DCS), sowie als besondere Gäste Julia Hein und Christian Seiler von der Rederei Heidelberg. Jörn Dunemann (DCS) moderierte.

Im Rahmen der Stuttgartnacht hatten Kultureinrichtungen in Stuttgart am Samstag, 17. Oktober, von 19 Uhr abends bis 2 Uhr morgens ihre Türen geöffnet und stellten sich der Öffentlichkeit vor. Der Debattierclub präsentierte sich mitten in der Stadt mit einem sechsstündigen Programm.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Peter, Pauline und Christoph von der Streitkultur Tübingen gewinnen den zweiten Gutenberg-Cup

Peter Croonenbroeck, Pauline Leopold und Christoph Krakowiak haben den Gutenberg-Cup 2009 des Debattierclub Johannes Gutenberg Mainz gewonnen. Das Team der Streitkultur Tübingen setzte sich im Finale gegen ein Team des Debattierclub München durch. Bester Finalredner wurde Wladi Jachtchenkow vom DC München, bester Redner des gesamten Turniers war Peter Croonenbroeck.

Der Gutenberg-Cup wurde zum zweiten Mal in Mainz ausgetragen. Bei dem Freundschaftsturnier, das im Format OPD ausgetragen wurde, traten zwölf Teams an, die drei Vorrunden bestritten. Neben den beiden Finalistenteams hatten ein weiteres Team aus München und ein Team des Frankfurter Debattierclub Goethes Faust gebreakt und heute vormittag das Halbfinale bestritten. Beim Halbfinale heute morgen konnten sich dann die genannten Finalisten sowie drei Freie Redner qualifizieren: Katharina Röhm vom Debattierclub Münster, Alwin Gerner vom DCJG Mainz und Patrick Ehmann von der Berlin Debating Union.

Das Turnier war in diesem Jahr von der Besonderheit geprägt, dass ausschließlich sogenannte "Spaßdebatten" geführt wurden.

Mainzer öffnen Schere

Allmählich wird es Tradition, dass Turniere von einem Quiz bereichert werden. In sechs Runden zu den Themen Luftbildern, Kulinaria, Drogen, Historische Ereignisse, Sportereignisse und Vereinswappen wurden drei Gewinnerteams ermittelt. Die überreichten Preise waren Bildungsmittel von der Bundeszentrale für Politische Bildung: "Wir möchten bewusst die Schere öffnen, und schenken den Klügsten Preise, mit denen sie noch klüger werden."

Gewonnen hat das Team "mixed Whatever" aus Berlin und Mainz mit 53 Punkten. Zweitplaziert mit 52 Punkten war das Team "Pizza" - Patrick Ehmann und Lukas Haffert, die in Ermangelung einer Schreibfläche ihre Antworten auf einen alten Pizzakarton kritzelten. Der dritte Platz geht an das Team Telefonieren aus Münster/Osnabrück/Paderborn mit 50 Punkten. Das Team Streitkultur Tübingen erreichte - wie erwartet - in der Kategorie Drogen die volle Punktzahl.

Finale beim Gutenberg-Cup

Das Finale beginnt mit einem Antrag des Teams Oxford A (Debattierclub München), Florian Steininger (im Tab Florimir Stroganoff) hat viele Lacher auf seiner Seite.
Streitkultur Dionysos (Streitkultur Tübingen) sitzt in den Startlöchern, um den Antrag nach allen Regeln der Kunst auseinander zu nehmen.

Regierung "Oxford A" aus München: Florian Steininger, Dimitri Polivaev, Wladi Jachtschenko
Opposition "Dionysos" aus Tübingen: Pauline Leopold, Christoph Krakowiak, Peter Croonenbroeck

Thema ist "Soll der Deutsche Wahlkampf den Friedensnobelpreis erhalten?"

Freie Redner und Freie Rednerin sind:
1. Patrick Ehmann, Berlin
2. Katharina Böhm, Münster
3. Alwin Gerner, Mainz