Dienstag, 21. April 2009

Regios 2009: Nachlese / DDM-Anmeldung eröffnet

Erste Bilder von der NodM gibt es schon beim Debattierclub Magdeburg, der, wie von allen Seiten versichert wird, ein grandioses Turnier ausgerichtet hat - das erste Turnier in der Clubgeschichte. Herzlichen Glückwunsch zum gelungene Auftakt!

Einen Bericht über die Finaldebatte der WdM aus Sicht der Sieger gibt es auf der Homepage des DCJG nachzulesen.

Einen Fernsehbericht des Westdeutschen Rundfunks (Lokalzeit) über die WdM gibt es hier zu sehen.

Über die SdM berichten infranken.de sowie der Lokalsender TVtouring.

Und dann schonmal ein Hinweis auf die Deutsche Debattiermeisterschaft: Die Anmeldung ist eröffnet! Jeder Club kann so viele Teams anmelden wie er möchte - einem Team pro Club wird ein Startplatz garantiert. Die Zweitstartplätze gehen zunächst an Regionalmeister und -vizemeister sowie Regio-Ausrichterclubs. Der Ausrichter der DDM hat sich zudem entschlossen, das darauffolgende Anrecht auf Zweitstartplätze zunächst an die ZEIT DEBATTEN Ausrichter der laufenden Saison zu vergeben. Anmeldungen via Mail an anmeldung[at]ddm09.de - Rednerteams und Juroren bitte getrennt anmelden! Die erste Anmeldephase endet am 10. Mai!

Kommentare:

  1. Offener Brief: Neue Juroren braucht das Land

    Als langjähriger Debattant und Freund des studentischen Debattierens stelle ich mir entsetzt die Frage, was beim VDCH eigentlich faul ist:

    Wieso dürfen neue Juroren nur präsidieren und, wenn es hochkommt, maximal eine (!!!) Vorrunde jurieren? WIE sollen diese Leute motiviert bleiben, und WIE sollen sie Erfahrung gewinnen? Erschwerend kommt hinzu, dass dies nicht nur völlig Unbekannte trifft, sondern Leute, die die Mühe auf sich nehmen, ein Wochenende auf ein Jurierseminar zu fahren.
    Wie demotivierend muss das sein?
    Wie unbedacht ist dies von den Verantwortlichen?
    Und wie traurig ist das für einen Verband, der sich einmal auf die Fahnen schrieb, jung, studentisch und offen zu sein?

    Ein Juror, der seit Jahren dabei ist, kann ohne weiteres ein oder zweimal präsidieren, denn er hat Erfahrung und kann alles. Ein Anfänger aber nicht! Der braucht Übung. Und die bekommt er nicht vom Präsidieren.

    Wer dies nicht beachtet (und das wird nicht beachtet), möchte nur den illustren und alternden Kreis der immer Gleichen erhalten. Das Ziel scheint erreicht zu werden. Dazu herzlichen Glückwunsch.

    Ändert das!!!

    Michael Heuck

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  2. Andererseits, lieber Michael:

    Welcher versierte Redner wäre die Entscheidung eines absolut unerfahrenen Juroren ohne Weiteres zu akzeptieren bereit, wenn sie gegen ihn ausfiele, gar den Break kostete? Ich nicht. Über Finalrunden will ich mal schweigen. Insofern: Gute Juroren braucht das Land – nicht einfach nur neue.

    Und: Zu glauben, Juroren, die "nur" präsidieren, lernten nichts auf Turnieren, ist übertrieben. Zumeist wohnen sie der Auswertung doch bei und bringen sich durchaus ein, wenn auch ihr Urteil (zu Recht) noch nicht dasselbe Gewicht hat wie jenes eines alten Jurier-Hasen.

    Übrigens: Meine Vereinskollegin Friederike hat sich sehr gefreut, nach ihrer Teilnahme am Jurierseminar in Leipzig auf ihrem allerersten Turnier tatsächlich im Viertelfinale jurieren zu dürfen.

    Schließlich: Auf der kommenden ZEIT-Debatte in Jena wird es so sein, dass die Präsidenten in den Vorrunden, die meist mit nur zwei Juroren besetzt werden, dezidiert dazu verpflichtet sind, mitzujurieren.

    Beste Grüße,

    Clemens

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  3. Ich wittere die Chance, meine Lieblingslösung zu präsentieren: Die Abschaffung des Präsidenten in den Vorrunden.

    Ein Teilnehmer kann als Präsident nie so viel zu einer hochwertigen Jurierung beitragen wie als... Juror. Das Leiten der Debatte, das Klopfen und Klingeln und das Führen von Strichlisten geht in anderen Formaten ja auch ohne Präsident.

    Toll übrigens, dass (wie ich mir sagen ließ) die Magdeburger hauseigene Präsidenten gestellt haben und die angereisten Juroren fast immer jurieren durften!

    Manuel

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  4. Zunächst an den Blogbesitzer: meine Internetkenntnisse reichen nicht aus, meinen offenen Brief als echten Beitrag zu schreiben. Vielleicht geht das auch gar nicht. Aber: vielleicht kann der Besitzer dies tun? Eine Diskussion entsteht ja schon im Kommentar. Also ein heißes Eisen.

    Lieber Licus,
    auch ein unerfahrener Juror ist ein Juror - also Schiedsrichter, und ich bin mir sicher, dass auch Du als Sportsmann eine Schiedsrichterentscheidung akzeptieren würdest.
    Es redet ja auch keiner davon, nur unerfahrene einzusetzen. Die Mischung machts.
    Für Friederike freue ich mich mit. Mir aber wurde berichtet, dass zumindest einer gar nicht jurieren durfte und ein zweiter nur einmal und auch nur, weil sich ein anderer verspätete. Wo das sinnvoll sein, motivierend wirkend und gerecht sein soll, bleibt mir verborgen.

    Manuels Vorschlag wäre da ein guter Anfang.

    Ich möchte gar nicht darauf eingehen, dass sich im Übrigen die Problematik auch auf die Chefjuroren bereits jetzt (!) ausdehnt.

    Beste Grüße

    Michael

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  5. Meiner Ansicht nach liegt der Fehler, wenn es denn so ist wie eingangs geschildert, nicht beim VDCH, sondern (sorry!) bei der Turnierorganisation. Als noch junger Club haben wir Frankfurter am Jurierseminar in Würzburg teilgenommen und wurden da gerade auch von Mitgliedern des VDCH-Vorstands ermutigt, die Chance als Präsident/in wahrzunehmen, „alten Hasen“ zunächst mal über die Schulter zu schauen – um dann in der nächsten Runde eines Turniers auch Co-Juror/in zu sein. Auch sehe ich als noch junge Debattantin gar kein so starkes Gefälle zwischen Co-Juror und Präsident: Beides gibt mir die Gelegenheit, Erfahrung im Jurorenteam zu sammeln.

    Da im Übrigen nach allem, was mir über „andere Formate“ zugetragen wurde, die Bewertungen ohnehin gewürfelt werden, scheint doch hier neben dem Präsidenten auch der Juror an sich erlässlich zu sein… oder!?! (späßle am ende!)

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  6. @ Michael/HansdieGeige:

    "Blogbesitzer" ist der Vorstand des VDCH. Schreibberechtigt sind Vertrauenspersonen, die vom VDCH eine Schreibberechtigung erteilt bekommen.

    Kommentare werden nur freigeschalten, wenn sie nicht anonym sind, sprich der Blogredaktion (= dem VDCH-Vorstand) der Autor bekannt ist.

    Inhaltlicher Kommentar:

    Ich freue mich auf die Rückmeldung der Redner/innen, wenn ein erfahrender, langjähriger Debattant/Debattierer präsidiert und Entscheidung sowie Feedback zwei Erstsemestern überlassen werden.

    In Analogie dazu, dass junge Juroren in Ausbildung nicht demotiviert werden sollen, schlage ich vor, auch junge Redner in Ausbildung nicht zu demotivieren.

    Der junge Redner steht vorne, Hände in den Hosentaschen, wackelt hin und her und kriegt keinen geraden Satz raus? Hey, nicht den armen Jungen frustrieren - lasst ihn im Finale antreten, dann sammelt er viel mehr Erfahrungen als nur in den Vorrunden... ;)

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  7. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, liebe Gudrun. Ich habe ja nicht gesagt, dass zwei Erstsemester jurieren sollen (obwohl das sicherlich durchaus auch spannend sein könnte und nicht nach hinten gehen muss, wenn in der Tat ein erfahrener alter Hase als Präsident dabei ist, der die Analyse der beiden begleitet).
    Die Analogie aber hinkt gewaltig: Wenn Juroren das entsprechende Seminar besucht haben und regelmäßig im Clubbetrieb über die Redner richten, sind sie in meinen Augen keine Anfänger und mit einem stotternden Redner nicht zu vergleichen. Ist man vorgebildet, gewinnt man keine Erfahrung beim auf die Uhr schauen, Strichlisten machen (die so und so keiner braucht) und Glocke läuten.

    Das Problem ist ja auch nicht neu. Aber gelöst ist es eben auch nicht.

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  8. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  9. Auch vom Debattierklub Wien gibt es ab sofort (endlich!) eine Nachlese zur Süddeutschen Meisterschaft (mit Fotos!):

    http://debattierklubwien.at/ereignisse/turniere.htm#sdm2009

    Viel Spaß, Florian

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