Montag, 30. November 2009

Kurzmeldungen aus der Szene

Tab Cambrige IV online: Das Tab des Cambridge IV, an dem auch VDCH-Teams teilnahmen, ist jetzt komplett online zu finden.

Tab IDAS online: Das Tab des IDAS/FUTURE-Turniers ist auch bereits online. Zwei Vorstandsmitglieder des Debattierklub Wien, Lukas Grill und Leonhard Weese, haben an dem Turnier in Slowenien teilgenommen. (Ein drittes Vorstandsmitglied, Florian Prischl, war gleichzeitig in Potsdam bei der ZEIT DEBATTE.) Isabelle Loewe (Debattierclub Bonn) und Jens Fischer (BDU Berlin) waren als Trainer bei der IDAS.

Seminarwochenende in München: Am Wochenende vor der ersten ZEIT DEBATTE in Potsdam gab's beim Debattierclub München (DCM) ein intensives Seminarwochenende, am Samstag stand ein Stimm- und Artikulationstraining, geleitet von einer professionellen Stimmtrainerin des Bayerischen Rundfunks, an; am Sonntag gab es ein sechstündiges Einsteigerseminar für Neudebattierer/innen, geleitet von Alt-Debattierer Daniel Grotzky. Ein Bericht von DCM-Vizepräsident Lukas Windhager findet sich auf dem Blog des DCM.

Novum in Greifswalder Arndt-Debatte: "überschaubare Länge bei gleichzeitig hoher inhaltlicher Dichte" / Namensstreit beim Debattierclub ausgetragen

Am vergangenen Donnerstag hat in Greifswald wie auf der Achten Minute angekündigt eine Debatte über die Umbenennung der Universität stattgefunden.

Der Präsident des Debattierclub Greifswald, Ingo Witt, berichtet: "Unsere Ernst-Moritz-Arndt-Debatte hat stattgefunden und wir als Debattierclub sind mit dem Ablauf und der Resonanz sehr zufrieden. Es ging um nichts Geringeres als die Umbennung der Uni. Der Namenspatron Ernst Moritz Arndt steht schon seit geraumer Zeit unter Beschuss, weil viele seiner Schriften zum offenen Hass gegen Juden und Ausländer ausrufen. Auf der anderen Seite forderte er den moralisch und ethisch denkenden Soldaten, der unmenschliche Befehle verweigert, und setzte sich für die Abschaffung der Leibeigenschaft ein. Selbst Karl Liebknecht berief sich in einer Rede auf ihn. Ungefähr 100 Zuschauer folgten der Debatte in einem stark gefüllten Hörsaal."

Das studentische Online-Magazin in Greifswald webmoritz.de berichtet ausführlich über die Veranstaltung, in dem vielkommentierten Artikel sind auch Mitschnitte der Reden zu finden. Das Magazin hat einen entscheidenden Vorteil der formalen Debatte gefunden: "Auf einen Schlagabtausch zwischen Arndt-Gegnern und Arndt-Befürwortern dürften die Besucher des Streitgesprächs [...] wohl eingestellt gewesen sein – dass dieser allerdings kaum mehr als 60 Minuten dauerte, war sicherlich ein Novum. Gerade die überschaubare Länge bei gleichzeitig hoher inhaltlicher Dichte war jedoch außerordentlich erfrischend für die Debatte, die in den vergangenen Monaten oft an ihrer epischen Breite gekrankt hatte", heißt es da.

Sonntag, 29. November 2009

Göttingen gewinnt die erste ZEIT DEBATTE der Saison

Der Höhepunkt der ersten ZEIT DEBATTE der Saison: Das Finale! Nach den Halbfinals zum Thema "Schluss mit der Verschulung des Studiums! - Brauchen wir wieder mehr Freiraum an den Universitäten?" hatten sich zwei Teams für das Finale qualifiziert: Magnus Schmagold, Gabor Stefan und Nicolas Friebe vom DC Göttingen saßen auf der Regierungsbank zum Thema "Frag nicht, was der Staat für dich tun kann, frag, was du für den Staat tun kannst! - Brauchen wir ein verpflichtendes Vaterlandsjahr für alle?" In der Opposition war Streitpunkt Leipzig mit Christoph Hirschfeld, Teresa Peters und Tom-Michael Hesse. Als Fraktionsfreie Redner nahmen teil: Almut Graebsch vom DC München, Jonas Werner vom DC Magdeburg und Filip Bubenheimer von der Berlin Debating Union.

Die Debatte begann ruhig und wurde immer hitziger - schließlich gipfelte sie in der Rede von Nicolas, der nach Meinung der Ehrenjury "sowohl Verstand als auch Gefühl" am besten angesprochen hatte. Der Vizerektor der Universität Potsdam Thomas Grünewald verkündete als Sprecher der Ehrenjury: Bester Redner des Finales war Nicolas. In der Ehrenjurybesprechung, berichtete er, sei es hoch her gegangen - die Preisvergabe schließlich sei extrem knapp ausgefallen. Nur ein Quäntchen besser habe man Nicolas gesehen als Filip Bubenheimer. Der Ehrenjury gehörten neben Thomas Grünewald an: Jann Jakobs, Oberbürgermeister Potsdams und Schirmherr der Potsdamer ZEIT DEBATTE 2009, Moritz Müller-Wirth, geschäftsführender Redakteur der ZEIT und DDG-Präsident Hannes Budelmann.

Schließlich verkündete Gudrun Lux im Namen der Finaljury, der sie gemeinsam mit Lea Weitekamp, Mario Dießner, Lukas Haffert und Tim Richter angehörte, die Teamentscheidung - und Nicolas wurde erneut nach vorne gebeten, diesmal gemeinsam mit Gabor und Magnus: Göttingen ist Sieger der ersten ZEIT DEBATTE der Saison!

Schöne Geste: Nicolas bat das unterlegene Team und die Fraktionsfreien Redner der Finaldebatte nach vorne und bedankte sich bei ihnen für die Debatte. Das Publikum applaudierte gerne allen. Herzlichen Glückwunsch Nicolas, Gabor und Magnus - sowie all den anderen Rednerinnen und Rednern des Finales zum Break in selbiges!

Das Finale wurde moderiert von Farid Schwuchow (BDU/Potsdam), der spontan erst am Samstagnachmittag eingesprungen war - der geplante Moderator, der Potsdamer Clubgründer Dirk Arne Heyen, war leider erkrankt. (Gute Besserung!) Souverän und charmant führte Farid durch die Veranstaltung. Präsidiert wurde die Finaldebatte ebenso charmant von Miriam Hauft (DC Magdeburg).

Die Saison ist eröffnet! Schon in zwei Wochen geht's weiter mit dem Streitkultur-Cup in Tübingen, im Januar steht ein Punkturnier in Berlin und die ZEIT DEBATTE Stuttgart an.

Am Samstag lud Willy Witthaut, Vizepräsident des DCGF Frankfurt, die Szene in die "heimliche Hauptstadt am Main": Von 13. bis 15. August 2010 wird der DCGF ein großes Turnier ausrichten. Format wird BPS sein, mindestens 40 Rednerteams können antreten. Details gibt es sobald bekannt auf der Achten Minute!

Eine der großen Überaschungen des Turniers übrigens kam auch aus Frankfurt: Marion Seiche, 18-jährige ZEIT-DEBATTEN-Debütantin, breakte auf Anhieb ins Viertelfinale und landete nach selbigem im Rednertab unter den Top Ten!

Apropos Tab: Das gibt es natürlich bald auch online! Tabmaster Oliver Hörtensteiner, gerade auf der Heimfahrt nach München, hat wie immer grandiose Arbeit geleistet. Sobald das Tab online ist, erfahrt Ihr es auf der Achten Minute.

Tragischster Fall des Turniers: Benedikt Flöter vom DC Bonn. Hochmotiviert reiste er als Turnier-Debütant nach Potsdam, siegte in der Eichdebatte am Freitagabend mit seinem Team gegen das Team des Wortkombinat Ilmenau - und erkrankte pünktlich zu den Vorrunde. Den Samstag verbachte er mit dem Konsum von Grippemitteln und fürsorglich von VDCH-Vizepräsident Stefan Hübner gebrachtem Abendessen, am Sonntag konnte Bene wenigstens Halbfinale und Finale ansehen. Die gute Laune jedoch ist ungebrochen, die Motivation auch: "Beim nächsten Turnier will ich reden!"

Michael Richter aus Potsdam sprang für Bene ein und hätte als Fraktionsfreier Redner gebreakt - durfte er aber als Springer nicht. Chapeau für die gute Leistung!

Weitgereisteste Jurorin des Turniers war Rosa Lauppe von kikero Bozen, die sich selbst als Anfängerin einstufte und doch aus dem Stand hervorragende Jurierungen gab und sich im Viertelfinale als Debattenpräsidentin bewies.

Auch Florian Prischl vom DK Wien hatte eine weite Anreise hinter sich gebracht, mit dem Nachtzug war er einmal quer durch zwei Republiken gereist, um bei der ZEIT DEBATTE in Potsdam als Juror dabei zu sein. Das Turnier schaute er sich unter vielen Aspekten an - auch auf der Suche nach Ideen für die erste ZEIT DEBATTE außerhalb Deutschlands, zu der sein Club die Szene im März in Österreichs Hauptstadt erwartet.

Mit Florian Krämer nahm erstmals ein Mitglied des DC Aachen an einer ZEIT DEBATTE teil. Sein Fazit: "Super! Beeindruckend! Viel gelernt!" Der Clubpräsident, der im Bonner Team antrat, ist wild entschlossen, mit seinen Club künftig zu Turnieren zu fahren: "Ich bin voll angefixt!"

Halbfinalbreak ZEIT DEBATTE Potsdam 2009

Um Mitternacht wurde zunächst ein Geburtstagsständchen für die Präsidentin des DCGF Frankfurt, Anja Pfeffermann, gesungen, bevor dem gespannten Auditorium der langersehnte Break ins Halbfinale verkündet wurde.

Tim Richter hatte die knappste Viertelfinalentscheidung zu verkünden: Streitpunkt Leipzig hat sich mit nur einem Punkt Vorsprung gegen das A-Team vom DC München durchgesetzt!

Auch im zweiten Viertelfinale war es knapp! Lea Weitekamp brachte Schwaben zum Jubeln als sie verkündete: Das Team des DC Stuttgart hat Berlin Schwanenwerder von der BDU Berlin besiegt!

Deutlicher war der Unterschied im dritten Viertelfinale. War ein Münchner Team im ersten Raum gescheitert, so konnte sich ein anderes im dritten durchsetzen! Gudrun Lux teilte mit: Chuck Norris vom DC München wird auch im Halbfinale als Team zu sehen sein und lässt ein mixed Team, das für den DC Bochum antrat, hinter sich.

Im vierten Viertelfinale schließlich hatten sich der DC Greifswald und der DC Göttingen miteinander gemessen. Mario Dießner verkündete: Göttingen werden wir am Sonntag im Halbfinale wiedersehen!

Als Fraktionsfreie Redner werden in den Halbfinals antreten: Jonas Werner (DC Magdeburg), Patrick Ehmann (BDU), Viola Lutz (DC St. Gallen, gestartet für Bochum), Rafael Heinisch (DC Greifswald), Dessislava Kirova (BDU) und Filip Bubenheimer (BDU, gestartet für Bochum).

Juriert werden die Halbfinals von den drei Chefjuroren Lea Weitekamp, Mario Dießner und Gudrun Lux sowie von Tim Richter (DC Bonn), Stefan Hübner (DS Jena), Miriam Hauft (DC Magdeburg), Hien Do Thi Tam (BDU), Lukas Haffert (St. Gallen), Sarah Kempf (DCJG Mainz) und Florian Prischl (DK Wien).

Die Rednerrangliste führt nach dem Viertelfinale Jonas Werner an (205 Punkte), gefolgt von Almut Graebsch (Chuck Norris, 197) und Dessislava Kirova (194). Auf Rang vier ist Magnus Schmagold (Göttingen, 193), auf fünf Filip Bubenheimer (192). Platz sechs teilen sich mit je 191 Punkten Wladi Jachtschenko (A-Team) und Gabor Stefan (Göttingen), dicht gefolgt mit je 190 Punkten von Tom-Michael Hesse (Leipzig) und der ZEIT-DEBATTEN-Debütantin Marion Seiche vom DCGF. Platz zehn teilen sich mit je 189 Punkten Viola Lutz und Marco Witzmann (Chuck Norris).

Samstag, 28. November 2009

ZEIT DEBATTE Potsdam: Top Ten der Rednerliste nach den Vorrunden

Die Top Ten der Rednerliste nach den Vorrunden:

Vorrundenrednerrangliste
Platz Name Punkte
1 Jonas Werner 152
2 Almut Graebsch 147
3 Filip Bubenheimer 145
3 Gabor Stefan 145
5 Wladi Jachtchenko 144
5 Magnus Schmagold 144
7 Tom-Michael Hesse 142
7 Dessislava Kirova 142
9 Marco Witzmann 140
9 Nicolas Friebe 140

ZEIT DEBATTE Potsdam: Viertelfinale gestartet!

Das Viertelfinale wurde soeben gestartet. In den Break haben es folgende Teams geschafft:

1Rubikonüberschreiter vom Debattierclub Georgia Augusta mit
Nicolas Friebe, Magnus Schmagold und Gabor Stefan
628
2Chuck Norris vom Debattierclub München mit
Almut Graebsch, Lukas Windhager und Marco Witzmann
614
3Berlin Schwanenwerder der Berlin Debating Union mit
Dessislava Kirova, Patrick Ehmann und Bastian Laubner
599
4A-Team vom Debattierclub München mit
Daniil Pakhomenko, Valerio Morelli und Wladi Jachtchenko
595
5Streitpunkt Leipzig mit
Teresa Peters, Christoph Hirschfeld und Tom-Michael Hesse
574
5
Stuttgart Killesberg mit
Michael Saliba, Nils Haneklaus und Daniel Markus
574
7
Worlds-Team vom Debattierclub Bochum mit
Viola Lutz, Filip Bubenheimer und Manuel Adams
573
8
Das Team Greifswald vom Debattierclub S.A.E.C.L.O. mit
Sarah Jaglitz, Ingo Witt und Rafael Heinisch
571

Folgende Redner ziehen ins Viertelfinale als freie Redner ein:


Bert Wunderlich (Heidelberg Debating)
Clemens Struck (Bonn)
Daniel Schradick (Hamburg)
Georg Sommerfeld (Berlin)
Jochen Schanbacher (St. Gallen)
Jörn Hahn (Dortmund)
Johannes Häger (Berlin)
Jonas Werner (Magdeburg)
Kai Dittmann (Berlin)
Karl Braun (Kiel)
Marion Seiche (Frankfurt Main)
Willy Carlos Witthaut (Frankfurt Main)

Bert Wunderlich, Georg Sommerfeld & Henning Blunck (Dortmund) mussten aufgrund von Punktgleichheit um zwei freie Rednerplätze losen, Bert und Georg hatten hier mehr Glück und zogen deshalb ins Viertelfinale ein.

Als Juroren schafften es in das Viertefinale:


Andrea Gau (Mainz)
Florian Prischl (Wien)
Gudrun Lux (Bonn)
Hien Do Thi Tam (Berlin)
Lea Weitekamp (Bonn)
Lukas Haffert (St. Gallen)
Mario Dießner (Potsdam)
Miriam Hauft (Magdeburg)
Sarah Kempf (Mainz)
Stefan Hübner (Jena)
Tim Richter (Bonn)
Torsten Rössing (Halle)

Präsidiert werden die Viertelfinalräume von:

Bernd Hoefer (Kiel)
Rosa Lauppe (Bozen)
Andreas C. Lazar (Stuttgart)
Markus Heilig (Potsdam)

Und das Thema des Viertelfinales lautet:

Vorpommern ist Tuvalu!
Soll bedrohten Völkern entsiedeltes Land zur Verfügung gestellt werden?

ZEIT DEBATTE Potsdam: Die Vorrunden

Die drei Vorrunden der Potsdamer ZEIT DEBATTE sind soeben beschlossen, einige Räume bekommen soeben noch ein Kurzfeedback, bevor Vertreter der Clubpräsidien sich zum VDCH-Präsidententreffen zusammenfinden. Etwa um 18 Uhr wird der Break ins Viertelfinale verkündet und die ersten vier Finalrunden stehen an.

Heute morgen wurde schon früh begonnen: Um viertel vor sieben ging eine Potsdamer Wecktruppe durch die Jugendherberge und klopfte die Teilnehmer aus den Betten - *tocktock*. Besonders glücklich erwachten übrigens die beiden Chefjurorinnen, der Tabmaster und VDCH-Präsident Tim Richter: Sie hatten am Abend zuvor das Privileg einer großartigen Sonderbehandlung genossen und konnten in gemachte Betten fallen: Chefjuror Mario Dießner vom Debattierclub Potsdam hatte sich fürsorglich persönlich auf "Bettbeziehungen" zum Wohle dieser vier Personen eingelassen.

Um acht Uhr morgens sollte es losgehen und tatsächlich ging es - für viele unerwartet - um acht Uhr c.t. direkt in die Vollen, die erste Setzung wurde verkündet, das Thema lautete "Geld für elterliche Erziehung! - Soll in Deutschland eine flächendeckende 'Herdprämie' eingeführt werden?
". Direkt im Anschluss ging es weiter mit einem "harten Brocken", wie viele Redner klagten: Eine Steuerdebatte stand an. Das Thema lautete: "Gleich viel ist gleich gerecht! - brauchen wir eine Einheitssteuer ('Flat Tax')?" - Kommentar Lukas Haffert mit Blick auf das Masters-Cup-Finale: "Steuerdebatten sind nur mit Karsten Stölzgen wirklich lustig!" - Der allerdings weilt auf dem Erstiwochenende der Streitkultur Tübingen und konnte entsprechend nicht zur Steuerdebattenbelustigung beitragen. Zum Mittagessen ging's in die Mensa, bevor die dritte Vorrunde anstand: "Kultur tut Deutschland gut! - Sollen Museen kostenfrei zugänglich sein?" Traditionell gibt es nach der dritten Vorrunde einer ZEIT DEBATTE (im Format OPD) kein Feedback, um die Spannung zu erhalten. Die Chefjury der ZEIT DEBATTE Potsdam 2009 entschied sich anders: Wer wollte bekam ein Kurzfeedback zur individuellen Verbesserung, allerdings keine Punkte. Eine Idee, die vom Plenum mit Applaus aufgenommen und von den meisten Rednern gerne in Anspruch genommen wurde.

Natürlich gibt es schon jetzt eine Reihe von Zitaten, die das Zeug zur Legendenbildung haben. Da fiel etwa Georg Sommerfeld (BDU Berlin) in der "Einheitssteuer"-Debatte dem Hauptjuror Tim Richter zu Füßen (wirklich!) und machte einen Antrag: "Tim, ich habe alles geprüft, die Parameter stimmten - willst du mich heiraten?" - Die Antwort des vermutlich verdutzten Juroren ist bislang nicht überliefert...

Streitkultur erster bei Estis

Streitkultur veranstaltet Erstiwochenende und fliegt dafür professionelle Trainer aus Boston und Amsterdam ein. Der angeschaffte Alkohol ist teurer als die Miete für das Herrenhaus des Events. Die Teilnehmer erwartet Workshops zu Debatte, Disputation und Vereinshymne.

Freitag, 27. November 2009

ZEIT DEBATTE Potsdam: Auftaktturnier beginnt mit Jurorenschulung und Eichdebatte

Das Auftaktturnier der ZEIT-DEBATTEN-Saison 2009/2010 in Potsdam startete heute Abend mit einer ausführlichen Jurorenschulung sowie einer Eichdebatte. Novum der Eichdebatte: Sechs "Original"-Rednerteams traten an, um sich ausführliches Feedback aller Juroren abzuholen und die Punkteskala an einer echten Debatte auszutesten. Thema der Eichdebatte war: Vergessen, verzeihen, versöhnen! Soll jegliche Überprüfung lebender Personen auf Stasi-Mitarbeit beendet werden?

Im Vorfeld des Turniers gaben Gudrun Lux, Lea Weitekamp und Tim Richter eine Redner- und Reden-Schulung für Debattierer und Interessierte der Universität Potsdam im Rahmen der Woche der Worte des Debattierclub Potsdam, den Wortfechtern. Per Anhalter durch die Rhetorik stellten alle drei die wichtigsten Haltestellen auf dem Weg zur guten Rede dar: Wie überzeuge ich? Wie strukturiere ich Argumente? Wie gehe ich mit Gegenargumenten um? Wie präsentiere ich?

Den Abend beginngen die Redner und Juroren mit dem auf Einladung des Debattierclub Potsdam veranstalteten Debattierslam, dessen Finale zur Zeit ausgefochten wird.

Für alle Kurz-Informierten und diejenigen, die es werden möchten: Die Achte Minute twittert Themen, Kurzergebnisse und Erlebnisse kurz und bündig im Achte-Minute-Tweet. Auch viele andere Teilnehmer twittern die ZEIT DEBATTE in Potsdam mit. Dazu ist das Hashtag #ZDpdm geschaffen worden. Gleichzeitig werden die aktuellsten Tweets rechts oben auf der Achten Minute gespiegelt.

Das Auftaktturnier der ZEIT DEBATTEN 2009/2010 beginnt / Debattierslam in Potsdam heute abend

Die ZEIT-DEBATTEN-Saison 2009/2010 wird heute abend in Potsdam eröffnet. Veranstaltet werden die ZEIT DEBATTEN vom Verband der Debattierclub an Hochschulen (VDCH). Zum Auftaktturnier der Saison reisen Redner und Rednerinnen, Jurorinnen und Juroren aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ins brandenburgische Potsdam, wo der Debattierclub Wortgefechte Potsdam die letzten Vorbereitungen für die Großveranstaltung trifft.

In Potsdam werden Teilnehmer/innen erwartet von folgenden Clubs: DC Aachen, BDU Berlin, DC Bochum, DC Bonn, kikero! Bozen, DebaDo Dortmund, DDU Dresden, DCGF Frankfurt/Main, DCGA Göttingen, S.A.E.C.L.O. Greifswald, Klartext Halle, DC Hamburg, DC Heidelberg, Rederei Heidelberg, Wortkombinat Ilmenau, DG Jena, Debatte Karlsruhe, DC Kiel, Streitpunkt Leipzig, DC Magdeburg, DCJG Mainz, DC Marburg, DC München, DC Münster, DS Paderborn, DC St. Gallen, DC Stuttgart, DK Wien.

Das Turnier beginnt heute abend mit Redner- und Jurorenschulung und Eichdebatte, anschließend lädt der Potsdamer Debattierclub zum "Debattierslam". Was es damit auf sich hat, erklärt der Cheforganisator und Potsdamer Clubpräsident Mathias Hamann im Blog seines Clubs: "Angelehnt ist das ganze an das Konzept des Poetry Slams, dort tritt ein Dichter auf die Bühne, trägt seinen Text vor, anschließend vergibt eine Jury im Publikum Punkte. Der Dichter mit den meisten Zählern gewinnt. Zum Debattierslam in Potsdam haben sich Redner aus Wien, Stuttgart, Frankfurt, München, Magdeburg angemeldet. Sie treten in Zweierteams gegeneinander an und debattieren ein nicht ganz ernst gemeintes Thema. Im Publikum haben wir vorher Leuten Punktetafeln gegeben. Die Teams mit dem meisten Punkten kommen dann ins Finale." Der Debattierslam ist öffentlich!

Debattierslam in Potsdam im Rahmen der ZEIT DEBATTE
Freitag, 27. November 09, 20 Uhr
H10, Haus 1 am Campus Griebnitzsee
Potsdam

Live-Stream der 2. Bayreuther Debatte heute ab 20 Uhr

Die bereits angekündigte 2. Bayreuther Debatte wird heute ab 20 Uhr auf der Homepage des Veranstalters live ins Internet gestreamt. Zum Thema gewählt hat VDCH-Mitglied AkpiKs Bayreuth "Leitkultur für Deutschland? - Wie viel Toleranz muss sein?", unter anderem werden Michel Friedmann, der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann und der hessische Fraktionsvorsitzende der Grünen, Tarek Al-Wazir dort reden. Der Eintritt ist frei - der Livestream sowieso ;)

2. Bayreuther Debatte
Heute! Fr., 27. November 2009, Einlass ab 19 Uhr
Livestream ab 20 Uhr
Audimax der Universität Bayreuth

Donnerstag, 26. November 2009

Ilmenau hat einen neuen Vorstand

Das Wortkombinat Ilmenau hat sich einen neuen Vorstand gewählt. Den Vorsitz wird Matthias Morrkopf führen, ihm zur Seite stehen Alexander Schmidt als Stellvertreter und Mathias Jähnert in der Funktion des Schatzmeisters. Damit werden die Cheforganisatoren der Ostdeutschen Meisterschaft auch alle Rechte und Pflichten des Vorstandes übernehmen. Der Verein bedankt sich beim alten Vorstand für die Arbeit und die große Einsatzbereitschaft.

Gedicht als Pflicht - Showdebatte in Potsdam

Deutschland, einst ein Land der Dichter und Denker, verkommt zu einem Land vom MINT und rofl. Aber vielleicht gibt es einen Ausweg? Der Debattierclub Potsdam fragte am Montag bei seiner Schaudebatte: „Gedicht als Pflicht – muss kreatives Schreiben Teil des Schulunterrichts werden?“ Vor der Debatte bejahen das die meisten Zuhörer, danach allerdings nicht mehr.

Die Schaudebatte war Teil der Woche der Worte an der Uni Potsdam, ein Programm rund um Sprache. Erst gab es ein Seminar: „Malen mit Worten – Metaphern, Bilder und Vergleiche für bessere Referate, Smalltalk und Komplimente.“ Gleich im Anschluss eine Schaudebatte.

Die Regierung startete mit einem Horrorbild: Früher da hätten die Menschen mit Versen um einander geworben: „Es schlug mein Herz geschwind zu Pferde…“ und heute heiße es oft nur: „Bist süß.“ Oder hdgdl und rofl. Die Leute würden immer effizienter, in der Schule in 12 Jahren zum Abi gebracht, fokussiert auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – MINT. Sie können dann zwar Computer programmieren und den Umfang von Kreisen berechnen aber sie werden sich nicht mehr fortpflanzen, weil sie nicht mehr um einander werben können.

In der Abstimmung nach der Debatte jedoch schließen sich die meisten Zuhörer der Opposition an. Überzeugt vom Debattieren sind nun einige und sagen: „Ich will das nächste mal auch reden.“ Zudem machten die Potsdamer Debattierer natürlich eifrig Werbung für die ZEIT DEBATTE am Wochenende, auch da sagten die Gäste ihr Kommen zu.

Text: Mathias Hamann, DC Potsdam - Ein ausführlicherer Bericht mit umfangreicher Nachzeichnung der Argumente findet sich im Blog des Potsdamer Clubs.

Mittwoch, 25. November 2009

Spontane Showdebatte in besetztem Hörsaal auch in Bonn

Die Besetzter des Hörsaal 1 der Uni Bonn haben den Debattierclub Bonn nach dessen regulärer Mittwochdebatte um eine spontane Showdebatte gebeten. Drei Vertreter der Besetzter verteidigten dabei die These, dass die Besetzung sinnvoll sei, Tim Richter, Damian Sternberg und Gudrun Lux hielten dagegen. Herzlichen Applaus gab es für alle Redner, überzeugen konnten naturgemäß inhaltlich die Besetzer, die Contrafraktion jedoch erntete viel Lob für Argumentation und Rhetorik. Der ein oder andere soll allerdings gar dabei beobachtet worden sein, wie er seine Isomatte wieder zusammenrollte und sich dem Appell des Debattierclubs anschloss, ins (richtige) Bett zu gehen und morgen ausgeschlafen für die Weltverbesserung zu kämpfen. Eine gelungene spontane Werbeaktion für das Debattieren in Bonn!

Tim versucht Hörsaalbesetzer davon zu überzeugen, dass sie das falsche Mittel des Protests gewählt haben.

Cambridge IV - Deutsche Ergebnisse / Persönliche Eindrücke eines Mainzer Teilnehmers

von Jan Papsch, DCJG Mainz

Hier mit etwas Verspätung (13 Stunden mit zwei Kranken im Auto fordern ihren Tribut) noch die Ergebnisse der deutschen Teams vom Cambridge IV:

- Gutenberg B (DCJG Mainz, Sascha Schenkenberger und Konrad Griessinger) verpasst den Break ins ESL-Finale nur aufgrund der Rednerpunkte und hat 7 Punkte nach 5 Vorrunden
- Berlin A (BDU, Patrick Ehmann und Dessislava Kirova) hat genug Rednerpunkte, aber leider nur 6 Teampunkte
- Berlin B (BDU, Bastian Laubner und Nils Schröter) hat ebenfalls 6 Teampunkte
- Jacobs A (Jacobs University Debating Soc. Bremen, Jakob Hensing und Frank Richter) sowie Gutenberg A (DCJG, Thore Wojke und Nicolas Eberle) haben je 5 Teampunkte

Juriert haben Henrik Maedler (Jacobs) und Jan Papsch (DCJG) - beide hatten die Ehre ab und an Hauptjuror zu sein, für diese Juroren war aber wie für die deutschen Redner/innen nach den Vorrunden Schluss, EUDC-Präsident Jens Fischer (BDU) und die ESL-Europameisterin von 2006, Isabelle Loewe (DC Bonn), die beide in Oxford in den ESL-Finalrunden jurierten, waren nicht mehr für Cambridge geblieben.

Insgesamt ist Cambridge im Vergleich zu Oxford netter und besser organisiert als Oxford, ohne aber in diesen Disziplinen an ZEIT DEBATTEN auch nur nahe heranzukommen - dafür hätte im einzigen kostenlosen Essen (dönerähnliche Burger) zumindest neben Fleisch und Brot auch Salat sein müssen, von Papier oder Wasser ganz zu schweigen. Als besonderer Luxus wurden von der Chefjurorin die Präsidentenbögen hervorgehoben...

Inhaltlich war aber auch Cambridge wieder ganz große Klasse - und die Emergency Debate am Donnerstag zeigt, dass auch britische Eliteunis Spaßdebatten schätzen.

Uni ohne Arndt? - Gegner und Befürworter des Namenspatronats der Greifswalder Uni messen sich in einer Debatte des Debattierclubs

Am Donnerstag wird's ernst: Da bekennen Gegner und Befürworter einer Uni-Umbenennung in Greifswald Farbe und messen sich in einer Debatte. Der Debattierclub Greifswald hat die Redner beider Seiten zu diesem Zwecke gestern bereits in Format und Regeln des Debattierens eingeführt. Im Format BPS werden zunächst als eröffnende Fraktionen Vertreter/innen zweier studentischer Initiativen, die sich für Umbenennung oder Namensbeibehaltung aussprechen, zu Wort kommen. Als schließende Fraktionen treten Mitglieder des Greifswalder Debattierclubs an.

Ingo Witt, Vorsitzender des Greifswalder Clubs, hoffe, dass durch die Debatte die Kernpositionen der beiden Gruppen deutlich dass Dank der strengen Regeln des Clubs die Veranstaltung nicht zu einer „Talk-Show“ werde, berichtet das studentischen Online-Magazin webmoritz.de.

Wie die Achte Minute bereits berichtete, wird an der Greifswalder Ernst-Moritz-Arndt-Universität über den Namen der selben gestritten. Ernst Moritz Arndt war Dichter und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, ihm werden aber Nationalismus und Antisemitismus vorgeworfen. Verschiedene studentische Initiativen setzen sich für oder gegen eine Umbenennung ein. Eine Einladung des Greifswalder Clubs zu einer öffentlichen Debatte war bereits vor einigen Wochen ausgesprochen worden, damals musste die Debatte jedoch zunächst vertagt werden.

Debatte: Uni ohne Arndt?
Donnerstag, 26. November 2009, 20 Uhr
Audimax der Universität Greifswald

DebaDo debattiert spontan in besetztem Hörsaal der TU Dortmund

Spontane Debatte in einem besetzen Hörsaal! Wie Jörn Hahn, Präsident des Debattierclub Dortmund (DebaDo), berichtet, ist seit gestern, Dienstag, einer der Hörsäle des TU Dortmund besetzt - und DebaDo hat sich zu einer spontanen Showdebatte entschlossen! Im OPD-Format debattierten zwei Teams von DebaDo gestern Abend über das Thema "Studiengebühren abschaffen". Rednerin Djamila Lindemann war nach der Debatte begeistert: "Es war wirklich schön, mal vor so vielen Menschen reden zu dürfen und von so vielen Applaus zu erhalten." Das Publikum kürte - nicht überraschend - die Regierung zum Sieger der Debatte. DebaDo ist überzeugt, dass aber auch das Debattieren selbst gewonnen habe: Tobias Raschke ist sich sicher, "viele, viele Fans für unseren Redesport gewonnen zu haben."

Montag, 23. November 2009

"... weil ich Deutschland und euch Deutsche mag": Artikel über Yin Cai aus Heidelberg im Magazin "PAD aktuell"

"PAD aktuell", das Magazin des Pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz, hat in seiner Oktoberausgabe (S.8/9) über zwei junge Ausländerinnen berichtet, die einst an einem Austauschprogramm des Dienstes teilgenommen haben und jetzt in Deutschland studieren. Eine von ihnen: Yin Cai, Vorsitzende des Debating Club Heidelberg und gemeinsam mit Hien Do Thi Tam (BDU) ausgezeichnet als Beste Nachwuchsjurorin der Deutschen Debattiermeisterschaft 2009.

Bei der Nachzeichnung ihrer Beziehung zu Deutschland spielt auch Yin Cais debattantisches Engagement eine Rolle. Die Autorin des Artikels, Barbara Beyer, schreibt: "Im Dezember 2008 glänzte die junge Chinesin [...] in Potsdam mit dem, was sie neben dem Studieren am liebsten tut: Mit Reden. Als Mitglied des Heidelberger Debattierclubs, dessen Vorsitzende sie auch ist, erreichte sie das Halbfinale der 'ZEIT DEBATTE' im Potsdamer Hauptbahnhof. Mit dem Spruch 'Ich lerne Deutsch und spreche Deutsch, weil ich Deutschland und euch Deutsche mag!' erntete sie lang anhaltenden Applaus – ein emotionaler Moment, der die chinesische Studentin noch ein halbes Jahr später sehr berührt." - Das Zitat wurde von der Redaktion des Magazins als Überschrift verwendet. Das Thema der Halbfinaldebatte lautete bei der ZEIT DEBATTE Potsdam 2008: Soll die Deutsche Sprache im Grundgesetz verankert werden?

Braucht Deutschland eine Leitkultur? Die 2. Bayreuther Debatte steht an!

"Leitkultur für Deutschland? - Wie viel Toleranz muss sein?", so titelt AkpiKs Bayreuth die 2. Bayreuther Debatte. Am Freitag, 27. November, steigen in den verbalen Ring: Michel Friedmann, TV-Moderator, Prof. Christine Langenfeld, Dekanin der juristischen Fakultät an der Universität Göttingen, Joachim Herrmann MdL (CSU), Bayerischer Innenminister sowie der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), der hessische Fraktionsvorsitzende der Grünen, Tarek Al-Wazir sowie der Bundestagsabgeordnete Memet Kilic (B'90/Grüne; anstelle von Prof. Hakki Keskin, der leider absagen musste).


Im Audimax der Bayreuther Universität gibt es ab 19 Uhr einen Sektempfang, um 19.55 Uhr geht's los. Die Organisatoren erwarten etwa 1.000 Zuschauer und werden - in aus Bayreuth gewohnter Technikaffinität - aus dem Audimax in den zweitgrößten Hörsaal der Universität live streamen. Auch im Internet ist die Bayreuther Debatte auf der Homepage der AkpiKs live zu verfolgen. Der Eintritt ist frei.

„Die Bayreuther Debatten sind ein völlig neues Forum gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Sie leben von klarer Begründung statt der bloßen Meinungsäußerung. Jeder Teilnehmer hat die Chance zu überzeugen und das Risiko widerlegt zu werden. Das ist für uns kritische demokratische Kultur. Wir wollen hart in der Sache und fair im Ton drängende Fragen unserer Gesellschaft thematisieren“, so erklärt Steffen Hahn von AkpiKs die Idee der Veranstaltungsreihe "Bayreuther Debatten", die unter der Schirmherrschaft von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger steht. Mit Unterstützung von regionalen Förderern werden die Bayreuther Debatten in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung von Bayreuther Studenten der Akademie für politisch-institutionelle Konfliktsimulation (AkpiKs) veranstaltet.

Im April hatten bei der 1. Bayreuther Debatte profilierte Redner wie Gregor Gysi und Klaus Ernst mit Liberalen über das Thema „Mit linken Idealen aus der Krise?“ gestritten. Anders als
bei einer herkömmlichen Podiumsdiskussion streiten bei einer Bayreuther Debatte Redner mit einer Redezeit von acht Minuten. Auf Punkte der Vorredner kann Bezug genommen werden. Im Anschluss an die Debatte konfrontiert die Moderation die Redner mit den Schwächen in der
Argumentation. Bei der 1. bayreuther Debatte hatte VDCH-Präsident Tim Richter die Moderation übernommen, die 2. Bayreuther Debatte wird von Christoph Lindenmeyer, Bayerischer Rundfunk, moderiert.

Am kommenden Wochenende geht es an mehreren Orten in Debattierdeutschland heiß her: Die Streitkultur Tübingen veranstaltet ihr Clubwochenende und erwartet illustre Gäste, darunter Clubgründer Michael Hoppmann, der extra aus den USA anreist; der Dachverband VDCH veranstaltet die erste ZEIT DEBATTE der Saison 2009/2010, die der Debattierclub Wortgefechte Potsdam in Potsdam organisiert.

2. Bayreuther Debatte
Fr., 27. November 2009, 19 Uhr
Audimax der Universität Bayreuth

Kurzmeldungen aus der Szene

Deutsche Meister in der Presse: Miriam Hauft, gemeinsam mit Hauke Blume und Jonas Werner amtierende Deutsche Debattiermeisterin, hat sich mit der Magdeburger Volksstimme unterhalten und diese berichtete vor wenigen Tagen auf ihrer Campusseite über Miri und ihren Debattierclub Magdeburg.

Woche der Worte: In Potsdam beginnt heute die Woche der Worte, die am Wochenende im Auftaktturnier der ZEIT-DEBATTEN-Serie 2009/2010 mündet. Das Programm der Woche der Worte ist online, heute Abend steht unter anderem eine Show-Debatte des Debattierclub Potsdam an. Thema der Debatte ist: "Gedicht als Pflicht! Soll kreatives Schreiben Teil des Schulunterrichts werden?" Sie findet um 19.45 Uhr auf dem Campus Griebnitzsee, Haus 1, Raum 231, statt. Natürlich öffentlich und kostenfrei.

Sonntag, 22. November 2009

Rededuell in der Frankfurter Romanfabrik

Zum rhetorischen Lokalderby in Frankfurt traten am vergangenen Donnerstag Marion Seiche, Willy Witthaut und Anja Pfeffermann vom Debattierclub Goethes Faust (DCGF) in der Romanfabrik gegen die „PR-Profis“, das Team Zurich vom gleichnamigen Versicherungsunternehmen und Studenten der Frankfurt School of Finance unter dem Namen Speech & Debate an.

Ziel des örtlichen Rededuells, das der Debattierclub Vae Victis regelmäßig ausrichtet: Ein comedyverwöhntes Publikum in nur dreiminütigen Reden für die eigenen Positionen begeistern. Das Thema der ersten Runde wollte aber so gar nicht für eine witzige und ironische Darstellung taugen, hatten sich doch jüngst erst namhafte Autoren in noch namhafteren Zeitungen (darunter die ZEIT) ernsthaft darüber auseinandergesetzt: „Sollen freiwillige Spenden Steuern ersetzen?“. Obwohl auch der Opposition nichts wirklich Originelles gelingen wollte, gingen die Jungs von der Frankfurt School of Finance als Sieger aus der ersten Runde hervor.

Die Mitglieder des DCGF gaben sich aber nicht geschlagen und stellten ihr rhetorisches Geschick als freie Redner unter Beweis. Willy Witthaut berichtete zum Thema „Macht Liebe blind?“ aus seiner reichen Date-Erfahrung, dass nämlich romantische Gefühle ihn schon geblendet hätten – und er dies beim Erwachen mit Bedauern habe einsehen müssen. Anja Pfeffermann dagegen gestand im Finale: „Ja, auch ich habe schon Hund gegessen!“ Sentimentalität auf Kosten des Klimaschutzes sei nun einmal nicht mehr zu rechtfertigen. Die Regierung (Zurich) hatte vorgeschlagen, Hunde zu essen, da sie ohnehin viel zu viel CO2 von sich gäben. Als Trophäe galt es Boxhandschuhe zu erringen – subtiles Bild des rhetorischen Schlagabtauschs. Die trugen denn auch die witzigen Zurich-Redner ganz zu Recht nach Hause.

Fazit: Rauf auf die Bühne, Spot on – der DCGF ist wieder dabei!

Cambridge IV: Results

And the Winner is: For English as second language (ESL): UCU A! The ENL Final wins Oxford LLM (Jonathan Leader Maynard and Shengwu Li).

Patrick Ehmann (Berlin Debating Union) is 3rd on the ESL tab! See the forthcoming official tab for all top speakers.

Congrats!

The ENL Final Teams in Cambridge were ULU A, SOAS A, Oxford LLM and Oxford CH. Judges of this final: Naomi (C), Alex, Beth, Doug, Lewis, Harish and Ranald.

And the motion for the ENL Final reads: THBT Western Nations should use military force to rescue journalists captured by the enemy.

Before this, the ENL-Semi-Finals are held with teams from: Oxford LLM, Oxford D, SOAS A, ULU A, TCD Hist A, Manchester A, MIT A and Oxford CH. The motion was: THBT the State should refuse to assist in rebuilding areas prone to natural disasters.

The four breaking the ESL-Teams run the ESL-Final with this motion: THW allow the conception of children using the sperm of someone who has died.

Samstag, 21. November 2009

Inoffizielles Thüringen-Derby: Freundschaftsturnier in Ilmenau

Am Freitag und Samstag (20. und 21.11.2009) waren zwei Teams der Debattiergesellschaft Jena sowie der Chefjuror Severin Weingarten zur ersten Freundschaftsdebatte nach Ilmenau gereist.

In dem inoffiziellen Thüringen-Derby lieferten sich die zwei Ilmenauer und Jenenser Teams spannende Debatten im Wartburgformat zu Themen wie "Sollte jeder Bundesbürger das Recht haben, eine Waffe bei sich zu tragen?" oder "Sollte in Deutschland eine PKW-Maut eingeführt werden?".


Während des Finales: es redet Marcus Kuscherka, Anna Neidhardt bietet eine Frage an. Es jurierten (v.l.n.r.): Martin Zielinski, Sylvia Krichbaum, Severin Weingarten, Matthias Morrkopf

Im Finale sprach "Jena Falballa" gegen die "Ilmenauer Volksfront". Die Debatte zum Thema "Sollte es eine Altersbegrenzung für Päpste geben?" entschied "Jena Falballa" für sich. Das Wortkombinat Ilmenau hofft, auch in der kommenden Saison wieder eine Freundschaftsdebatte ausrichten zu können.


Das Siegerteam aus Jena: Lara Popp, Anne Leßner, Anna Neidhardt (v.l.n.r.)

Text: Sylvia Krichbaum

Cambridge IV: Break Annoucement

The break after five preliminary rounds is announced:

Teams ESL (english as second language):
1 Leiden A
2 Erasmus A
3 Utrecht B
4 Bonaparte A
and UCU BV and Bonaparte B, since first two are also breaking ENL.

Teams ENL (native speaker):
1 Oxford LLM
2 ULU A
3 Manchester A
4 MIT A
5 Yale A
6 TCD Hist A
7 De La Salle A
8 Oxford DK
9 Yale B
10 McGill A
11 Leiden A
12 Oxford CH
13 TCD Phil A
14 Erasmus A
15 SOAS A
16 Birmingham A
Pretty sure about the teams, a little less so about the exact ranking.

Judges: Alex (C), Doug, Craig, Jack, Nick (C), Daniel, Susan, Charlotte, Lewis (C), Susan, Deidre, Jeff, Mary (C), Ross, Richard, Aengus, Fred, Ranald, Jo, Beth, Caleb, Naomi.

Motion - ENL Quarters:
THBT California should create high schools that teach primarily in Spanish.

Cambridge Calling / Preliminaries

Now that I've successfully retrieved my e-mail access to this blog, here are updates from Cambridge:
Motions so far:
- R1: THW reduce welfare payments to parents whose children break the law.
- R2: THBT it should be illegal to incite others to boycott an election.
- R3: THW replay international sporting events if an extreme umpiring error affects the result.
- R4: THBT the USA should pay war reparations to Vietnam.
- R5: THW allow children over the age of 13 to obtain gender-reassingment surgery without parental consent.

VDCH Clubs Present:
- Berlin (2 teams)
- Bremen (1 team)
- Mainz (2 teams)

... of a total of 21 ESL teams that have the chance to break to the ESL Final.

Freitag, 20. November 2009

Debattierwochende des DC Stuttgart in Bad Wildbad

Beunruhigend und für manche schmerzhaft waren allein die zahllosen Hirschgeweihe, sowie die tief hängenden Lampen in traditionellen Schwarzwaldhaus in Bad Wildbad. Die Herberge bot Unterkunft für den Debattierclub Stuttgart, der am 14. und 15. November sein alljährliches Debattierwochenende beging.

Von den Widrigkeiten abgesehen, war das Wochenende ein voller Erfolg. Maßgeblich dazu trug die extra aus Tübingen angereiste Pauline Leopold bei, die zur Entstehungsgeschichte sowie den grundlegenden Theorien der Offenen Parlamentarischen Debatte (OPD) referierte. Insgesamt zwei Debatten, mehrere Pokerrunden und Feuerzangenbowlen verbanden theoretisches und praktischen Debattieren miteinander.

Nach Einführung und Vertiefung der OPD-Regeln stand die erste Debatte zur "Einführung eines Ärzterankings" an. Der Opposition gelang es bereits zu Beginn, den Antrag mit dem Motto "Deutschland sucht den Superarzt" zu polarisieren. Lediglich die "Stiftung Ärztetest" konnte hier einen bildlichen Konterpunkt setzen. Am Schluß: Eine sehr gute Debatte, die gutes, detailliertes und hilfreiches Feedback des Jurorenteams ermöglichte.


hinten (v.l.n.r): Michael Neumann-Graham, Kai Nosbüsch, Florian Wilken, Steffen Eberle, Gregor St., Andreas Lazar
vorne (v.l.n.r): Lukas Becher, Michael Saliba, Pauline Leopold, Sonja Wolff, Isabel
Spieth, Melanie Amann, Nils Haneklaus

Angemessen wurde der Abend bzw. die Nacht begangen: Mit Feuerzangenbowle und Pokerspielen (in denen Pauline erstaunlich gut spielte, für jemanden, der behauptete, erst dreimal gespielt zu haben) sowie ausgiebigen Besuchen in der hauseigenen Sauna sowie Musik aus dem ebenso hauseigenen und antiken Radiogerät.

Die praktische Auswirkungen des Abends prüften Regierung und Opposition am Sonntag in einer Debatte zum Thema "Verbot des Alkoholkonsums auf öffentlichen Plätzen". Das Ergebnis dieser Debatte ist nicht übermittelt. Jedoch, im Hinblick auf die Stuttgarter ZEIT DEBATTE im Januar verspricht das Wochenende gute Juroren. Mit einem herzlichen Dank insbesondere an Pauline und Steffen für die Planung des Wochenendes.

Text: Kai Nosbüsch

Donnerstag, 19. November 2009

Kurzmeldungen aus der Szene

Rhetorik im Studium: Tim-C. Bartsch von der Streitkultur Tübingen, u.a. DDM-Finalist 2004 und DDM-Chefjuror 2007, mehrfacher Buchautor im Bereich der Rhetorik, hat einen kleinen Leitfaden "Rhetorik im Studium" bei AUDIMAXonline publiziert. Reinlesen lohnt sich auch für erfahrene Redner/innen. Besonders hübsch der Schluss des Artikels, dort heißt es: "Ein sehr guter Weg, seine rhetorische Grundfitness zu trainieren, sind Debattierclubs, die es inzwischen an fast jeder Universität gibt. Hier kannst du in lockerer Atmosphäre und ohne Notendruck regelmäßig Reden halten und neue Ideen ausprobieren."

Debattieren in der Presse: Schon etwas älter, jetzt erst der Achten Minute bekannt geworden, wollen wir Euch den Hinweis auf einen Campusradiobericht über den Debattierclub Redesalz Salzburg nicht vorenthalten. Gleiches gilt für einen Artikel von "KARRIERE.de", in dem Tilbury House Köln eine tragende Rolle spielt. Und auch über den Debattierclub Kiel gibt es einen Bericht zu lesen, in "Der Albrecht", Hochschulzeitung in Kiel. In eigener Sache sei hier angemerkt: Wenn Euer Club Besuch von der Presse bekommt, schreibt an achteminute[at]vdch.de, damit die Debattierszene hier zeitnah darüber informiert werden kann!

Namen melden für ZEIT DEBATTE Potsdam: Bis morgen, 20. November, müssen die angemeldeten Debattierclubs für die ZEIT DEBATTE Potsdam die Namen von Rednern und Juroren melden. In Vorausschau auf das erste Adventswochenende als kleines Schmankerl hier noch ein Artikel aus der Mottenkiste über die Gründung von Wortgefechte Potsdam. Der dort genannte Ansprechpartner, Dirk Arne Heyen, Gründungspräsident des Potsdamer Clubs, wird übrigens das Finale beim Auftaktturnier der ZEIT-DEBATTEN-Serie 2009/2010 in Potsdam moderieren.

Showdebatte im besetzten Wiener Audimax: Can Ertugrul vom AFA-Debattierclub in Wien informiert darüber, dass kurzfristig eine Showdebatte organisiert wurde. Mit dem Thema "Audimax-Ziele: Bildungsverbesserung oder Gesellschaftsveränderung" setzt sich der Club am Samstag, 21. November, ab 22 Uhr auseinander, im besetzen Audimax der Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1.

Dienstag, 17. November 2009

Oxford IV 2009 - Report eines Teilnehmers aus Mainz

von Jan Papsch, DCJG Mainz

Am vergangenen Wochenende fanden die Oxford IV (intervarsities) statt, mit 144 Teams das drittgrößte Turnier der Welt. Wie hier bereits berichtet nahmen drei VDCH-Teams teil:
Tilbury (Tilbury House Köln, Bianca Sterly, Tillmann Schrammel), Gutenberg A (DCJG Mainz, Jan Papsch, Nicolas Eberle) sowie Gutenberg B (DCJG, Thore Wojke, Sascha Schenkenberger). Deutsche Juroren waren: Mustafa Sayed (DCJG), Marco Sterly (Tilbury), Jens Fischer (BDU Berlin) und Isabelle Loewe (DC Bonn).

Für uns Mainzer war es das erste Turnier außerhalb Deutschlands. Für läppische 150 Pfund Startgebühr erhielten wir Schlafplätze auf eigener Isomatte im Studentenwohnheim (crash) - übereifrige, nicht abschaltbare Fußbodenheizung inklusive. Selbstverständlich gab es weder Wasser - außer von oben - noch Kaffee oder Nahrungsmittel, nicht einmal Papier. Allerdings kamen wir in den einzigartigen Genuss, Debatten in der Union Chamber zu erleben - dem Raum mit der wahrscheinlich schlechtesten Akustik weltweit. Wir empfehlen an dieser Stelle Mikrophone, Lautsprecher oder einfach einen Teppichboden.

Sehr gefallen haben uns hingegen die inhaltlich starken Debatten mit jeweils sehr gutem und präzisem Feedback (durchschnittlich fünf Minuten!).

Großartig war die Begegnung mit Debattanten aus aller Welt. Wir debattierten und feierten mit Teilnehmern aus Holland, Singapur, Irland, USA, Slowenien, Ukraine, Kanada, Frankreich, Rumänien, Deutschland etc.

Unser Klassenziel lautete: "Nicht letzter im Tab werden." - Nach der vierten Runde gab es zum letzten Mal Feedback. Gutenberg A und B hatten bisher jeweils drei Punkte gesammelt, Tilbury fünf. Es lagen noch zwei Runden vor uns; die gefühlten Breakchancen lagen bei fünf Prozent.

Im ESL-Break wurde Tilbury als zweites Team genannt. Als siebtes Team - zu unser aller Erstaunen - Gutenberg A. Nach dem Break dann die Überraschung: ADMU, mutmaßlich von den Philipinen, war sowohl im ESL-Break als auch im Mainbreak gelandet. Somit wurde ein Platz im ESL-Halbfinale vakant. Als Gutenberg B genannt wurde, ertönte ein Urschrei durch die Chamber, der sogar die Iren beeindruckte.

Jens Fischer und Isa Loewe jurierten in beiden ESL-Halbfinals.

Gutenberg A konnte beim Thema "This House would teach schoolchildren the value of being faithful to their partners" der Versuchung nicht widerstehen, Inhalt in altbekannter Weise durch Humor zu ersetzen. Die Lacher waren auf unserer Seite, die Punkte wie zu erwarten nicht. Den Break ins Finale schaffte dann nur Tilbury, wozu wir nochmals herzlich gratulieren!

Wir sind gespannt auf Cambridge am nächsten Wochenende und werden uns wieder melden.


Hier noch schnell die Motions der Vorrunden:
Vorrunde 1: This House would allow deaf couples to use medical technology to ensure they have deaf offsprings.
Vorrunde 2: This House would welcome a European superstate.
Vorrunde 3: This House would redirect all state art funding for reproduction of classic works of art into new works of art.
Vorrunde 4: This House would give the UN Secretary General the power to unilaterally send peacekeepers into regions that are beyond the effective control of their governments.
Vorrunde 5: This House would abolish patents and replace them with government funded awards in recognition of R&D.
Vorrunde 6: This House believes that universities should not license societies that define themselves by gender, race nationalhood or sexuality.

Anmeldung zum Berliner Januar-Punkturnier eröffnet

Am 9. und 10. Januar 2010 veranstaltet die Berlin Debating Union (BDU) ein Punkturnier. Die Anmeldung auf der Homepage der BDU ist ab sofort und bis 10. Dezember möglich. Das Turnier dient insbesondere (aber nicht ausschließlich) der Nachwuchsförderung. Besonders gewünscht ist, dass sich Mannschaften aus erfahrenen Rednern/-innen und Nachwuchsrednern/-innen zusammentun. Das Turnier wird im Debattierformat BPS ausgetragen, es sind vier Vorrunden, Halbfinale und Finale geplant. Los geht´s am Samstag, 9. Januar, um 9.30 Uhr morgens. Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person (darin: Party, Schlafsack-Übernachtung bei BDU-Mitgliedern, partielle Verpflegung). das Team-Cap liegt bei 48. Chefjuroren sind Bastian Laubner (Berlin), Marcel Giersdorf (DCJG Mainz) und Torsten Rössing (Klartext Halle).

3. Berliner Punkturnier
Format: BPS, Teilnahmebeitrag: 15 Euro pro Person
9./10. Januar 2010, Samstag ab 9.30 Uhr morgens
Berlin

Montag, 16. November 2009

Islamischer Feiertag erfolgreich eingeführt - Auch in Osnabrück siegen die Professoren im rhetorischen Wettkampf gegen den Debattierclub

Am Mittwoch, dem 11. November, fanden sich etwa 90 Zuschauer zum ersten Professorenduell in Osnabrück ein. Hierbei redeten drei Professoren gegen eine Rednerin und zwei Redner des Debattierclub Osnabrück. Die erwiesen Mut und wählten das ernsteste der vorgeschlagenen Themen, so lautete das Thema der Debatte also: „Ramadan statt Pfingsten: Brauchen wir einen islamischen Feiertag?“

Nachdem sich die Professoren in ihrer Vorbereitungszeit noch bei Muslimen aus dem Publikum letzte wichtige Informationen besorgten, trug Prof. Ulrich Foerste den Antrag vor und forderte das Fastenbrechen im Hinblick auf die demographische Entwicklung zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Er forderte Gleichberechtigung und Anerkennung und befand „Man kann doch nicht sein Grundrechtsverständnis an dem der arabischen Staaten ausrichten!“.
Der Konter folgte prompt von Kirsten Meyer, die der Regierung vorwarf, vor den Problemen wegzurennen und im Hinblick auf die wachsende Anzahl von Muslimen in der Bevölkerung nur noch mit einem verängstigten „Hilfe, sie kommen! Gebt ihnen was sie wollen!“ antworten zu können.

Prof. Ralf Kleinfeld wusste aus seiner eigenen Erfahrung zu berichten, dass der Antrag zwingend zu einem interkulturellen und interreligiösen Dialog führe und sah deshalb keinen Weg an diesem Vorschlag vorbei. Michael Tschochohei konnte dem Beispiel nicht folgen und fragte sich, warum denn die Regierung unbedingt das Trennende (die Religion) in den Vordergrund stellt und deutete den Antrag als Spaltkeil für die deutsche Bevölkerung. Außerdem brauche Deutschland nicht noch einen weiteren Tag an dem sich die Studentenschaft im Schlosspark trifft um zu grillen und Fussball zu spielen. Als die Sprache darauf kam allen Minderheiten einen Feiertag zuzugestehen, sogar den Atheisten, befand Prof. Kleinfeld dass der Verkaufsoffene Sonntag genügend Feiertag für Gottlose sei.

Prof. Oliver Dörr fasste die Debatte noch einmal zusammen und hielt ein flammendes Schlussplädoyer für die Völkerstängigung und Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Als letzter Redner betonte Daniel Jutzi noch ein letztes Mal die Spaltkraft des Antrags und verteidigte die bestehenden Regelungen in einem flammenden Schlussplädoyer.

Trotz vollem Einsatz der Osnabrücker Debattierer votierte das Publikum für die Professoren und kürte somit die Professoren zu den Siegern der Debatte.

Text: Christian Förster, DC Osnabrück

Sonntag, 15. November 2009

Mainzer Profs besiegen Studis mit klarem Plädoyer für Disneys (kitschige) Vorstellungen von der Liebe

Sie waren sich für nichts zu schade: Am Ende der Showdebatte des DCJG Mainz am vergangenen Dienstag zum Thema "Sollte Disney realistische Vorstellungen von Liebe vermitteln?" spielten die Professorin und die Professoren Margarete Imhof (Psychologie), Stefan Hirschauer (Soziologie) und Bernd Grzeszick (Jura) mit einem Kassettenrekorder einen herzerwärmenden Disney-Song ab, legten sich den Arm um die Schultern und schunkelten begeistert. Die 250 Zuschauer im Saal, die sich bei der Debatte am Dienstag auf enge Bankreihen, Treppe und Boden quetschten, applaudierten und jubelten hingerissen.

Die vorausgegangene Debatte ließ das Ergebnis bereits erahnen. Zwar hatte der DCJG drei seiner besten Redner/innen als Regierung ins Wortgefecht geschickt, aber die Professoren ließen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Dabei begann alles so gut: Marcel Giersdorf, Deutscher Meister 2007, schmückte als erster Redner genüsslich die pappsüße Darstellung der Liebe in Disney-Filmen aus ("Wir haben im Vorfeld der Debatte Disney-Filme geschaut, und sogar Nicolas, der alte Griesgram, hatte Tränen in den Augen!"). Er zückte die Bibel und bewies mit eindeutigen Zitaten: "Die Kirche hatte lange das Monopol auf Liebesvorstellungen, in der es aber nur um die Befriedigung des Mannes ging und die zur jahrhundertelangen Unterdrückung der Frau führte!" Disney dürfe nun, erklärte er, nicht die Definitionshoheit über Liebe haben, da der Konzern Kindern falsche, da zu rosarote Vorstellungen von Liebe vermittele, was gefährlich sei und zu schlimmen psychischen Schäden führe.

Oppositionsführer Stefan Hirschauer entgegnete energisch: "Unsinn - in der Realität ist Liebe doch noch viel romantischer, als bei Disney dargestellt!" Sprach's und verwies auf Valentins- und Jahrestage und das weitere kitschige Drumherum einer Beziehung, das im Jubel der Zuhörer unterging. Übrig blieb der eindrückliche Satz: "Des einen Zuckermausi ist des anderen blöde Kuh!"

Katharina Tschirner, als Nachwuchstalent erstmals vor Publikum, legte für die Regierung nach und machte die schlimmen Traumata der Disney-Geschädigten in allen Einzelheiten deutlich, vor allem die der Frauen, die irgendwann enttäuscht einsehen müssten, dass der Traumprinz auf dem weißen Schimmel wohl nicht kommen wird, um sie zu retten. Margarete Imhof verblüffte daraufhin mit zackiger Gestik und harschem Widerspruch: "Mein Gott, muss Ihr Leben düster und traurig sein!" Denn die beste Motivation der Menschen, erklärte sie, sei doch gerade die Aussicht auf etwas Schönes, etwa der unerschütterliche Glaube an das Happy End: "Das ist Psychologie, meine Damen und Herren!"

Der amtierende Westdeutsche Meister Nicolas Eberle erheiterte schließlich den Saal mit seiner persönlichen Leidensgeschichte, um zu zeigen, dass die Realität nie der Fiktion standhält: "Sie glauben gar nicht, wie sehr ich mich blamiert habe, als ich damals im Vorgarten meiner ersten Freundin stand - mit dem extra geliehenen Pferd. Ihr Vater war nicht amüsiert, Pferde halten nie ruhig, wenn sie sollen, und der Zaun war hinterher noch das am wenigsten kaputte."

Bernd Grzeszick drehte diese Behauptung über das Verhältnis von Realität und Fiktion geschickt um, indem er zunächst (tummeln sich Profs doch verdeckt im StudiVZ...?) aus der StudiVZ-Gruppe "Disney hat mir unrealistische Vorstellungen von Liebe vermittelt" einige der dort geschilderten Schicksale verlas ("Sie sehen, hier sind wir schon nahe am Suizid!") und schließlich mit dem Zitat einer jungen VZ-Nutzerin schloss: "Ich habe meinen Traumprinzen endlich gefunden, und ich kann allen sagen, es ist in Wahrheit noch viel schöner als bei Disney." (Und alle verzückt: "Oooooh!")

Die Profs wurden schließlich vom Publikum mit Standing Ovations klar zum Siegerteam der Debatte gekürt. Die Ehrenjury, bestehend aus Marianne Rohde, Stellvertretende Leiterin der rheinland-pfälzischen Landeszentrale für politische Bildung, Sabine Gerte, ehemalige Vorsitzende von AEGEE Mainz/Wiesbaden, und Patrick Proner, Mitarbeiter am Institut für Publizistik und Westdeutscher Debattiermeister 2006, kürte Prof. Stefan Hirschauer zum besten Redner der Debatte.

Text: Sarah Kempf, DCJG

Kurzmeldungen aus der Szene

Erfolg beim Oxford IV: Alle Teams aus VDCH-Clubs, die beim Oxford IV angetreten sind, haben ins ESL-Halbfinale gebreakt! (ESL = English as a secound language) Die Achte Minute gratuliert! Herausragend: Bianca Sterly und Tilmann Schrammel von Tilbury House Köln haben sich bis ins ESL-Finale gekämpft und mussten sich dort nur einem Team aus dem niederländischen Leiden geschlagen geben. Im Finale standen außerdem ein Team aus Moskau und ein Team aus dem slowenischen Ljubljana. Zwei Team des DCJG Mainz breakten ins ESL-Halbfinale. Ein ausführlicher Bericht über das Oxford IV wird in den nächsten Tagen auf der Achten Minute publiziert. Das Tab des Oxford IV ist bereits online.

Anmeldung zum Warwick IV: Die Anmeldung zum Warwick IV 2010 der Warwick Debating Society ist eröffnet. Das Turnier im englischen Warwick wird am Samstag, 6. Februar 2010, ausgetragen, ausländische Teams (also auch Teams aus VDCH-Land) zahlen keinen Teilnahmebeitrag. Übernachtungsplätze in Privatunterkünften können sowohl für Freitag auf Samstag als auch für Samstag auf Sonntag gestellt werden. Am Freitagabend ist eine Pub-Party geplant, am Samstag stehen vier Vorrunden und das Finale an, anschließend gibt es auch am Samstag noch eine Party. Chefjuroren sind Doug Cochran, Daniel Warents und Harish Natarajan. Information und Anmeldung: su315[at]sunion.warwick.ac.uk.

Bericht über das VDCH-Jurierseminar: Nachgereicht sei hier noch der Hinweis auf einen Bericht über das VDCH-Jurierseminar. Auf der Homepage von Wortgefechte Potsdam wird über das erste VDCH-Jurierseminar der ZEIT-DEBATTEN-Saison geschrieben, das auch von vier Potsdamern besucht wurde.

Donnerstag, 12. November 2009

Showdebatte in Münster: Kein Braindoping für Studenten - die Professoren setzen sich durch

Am Mittwoch veranstaltete der Debattierclub Münster im siebten Jahr in Folge das Rededuell, bei dem vier Professoren und vier Studierende das Thema "Braindoping für Studenten erlauben" debattierten. Dafür sprach sich zunächst Julian Schneider aus, der die Einnahme von Ritalin wie auch das Tragen von Brillen für sehr vernünftig hielt. Doch die Gegenseite war gerüstet - Professor Alexander Dilger (BWL) brachte den "Tribüneneffekt" ins Spiel: Wenn die erste Reihe aufsteht, müssen alle anderen es ihnen nachtun, und hinterher sehen alle gleich schlecht wie zuvor. Carlo Düllings hielt dagegen, es könne doch jeder selbst entscheiden. Auch die Professoren Ulrich Müller-Funk (Wirtschaftsinformatik) und Andreas Hüttemann (Philosphie) pochten beharrlich auf die Freiheit, sich dem Leistungsdruck nicht in solchem Maße hinzugeben. Dem setzten Jost Schrooten und Katharina Röhm entgegen, dass ja gerade die Gegenseite für diesen Druck verantwortlich sei, die doch nur Angst davor habe, dass man schneller an ihren Stühlen säge. Professor Bodo Pieroth (Jura) widersprach beharrlich und verwies darauf, dass das alles ohnehin nichts bringe - im Staatsexamen sei die Durchfallquote ohnehin schon ewig fest, und wenn die Studenten besser würden, würde man die Klausuren schon anpassen.

Nach dem Schlagabtausch oblag dem Publikum die schwierige Aufgabe, einen Gewinner zu bestimmen. Ziemlich klar entschieden sie sich gegen Ritalin & Co. und im siebten Jahr in Folge für die Seite der Professoren. Herzlichen Glückwunsch!

Entschieden dagegen: Professor Pieroth will keine Studenten auf Drogen.

Text und Bild: Aline Blankertz, DC Münster

"Aktuelle Stunde" im Sächsischen Landtag: Ab sofort nur noch in freier Rede!

Debattenkultur in Sachsen! Der Sächsische Landtag hat sich eine neue Geschäftsordnung gegeben. Wichtiger Bestandteil: "Aktuelle Debatten sollen fortan in freier Rede ausgetragen werden", so der Landtagskurier des Freistaates Sachsen.

Und siehe da, in der Geschäftsordnung des Sächsischen Landtags heißt es: "In der Aktuellen Debatte dürfen die einzelnen Redebeiträge fünf Minuten nicht überschreiten. Ein Redner kann jedoch in der Aktuellen Debatte mehrfach das Wort ergreifen. Redebeiträge dürfen nur in freier Rede gehalten werden. Das Verlesen eines vorgefertigten Manuskripts ist unzulässig und führt nach zweimaliger Ermahnung durch den amtierenden Präsidenten zur Entziehung des Wortes." (§55) - Gilt leider (erstmal?) nur für die "Aktuelle Stunde". Für das Parlament und das Pulikum wäre es vielleicht spannender, alle Reden nur noch frei vorgetragen zuzulassen.

Wer für den Sächsischen Landtag üben will hat beim Streitkultur-Cup Gelegenheit dazu: Dort sind bei den sieben- oder dreieinhalbminütigen Redebeiträgen Manuskripte ebenso unzulässig - geahndet wird die Missachtung dieser Regel mit schlichtem Punktabzug.

Die Redaktion dankt Daniel Sommer, DCH, für den Hinweis auf die Geschäftsordnung des Sächsischen Landtags!

Anmeldung zu Streitkultur-Cup und Baden-Württembergischer Meisterschaft eröffnet

Die Anmeldung zum Streitkultur-Cup ist eröffnet. Das Turnier wird am 12. und 13. Dezember in der Debattierhochburg Tübingen ausgetragen, der Teilnahmebetrag liegt bei 18 Euro pro Person. Wie von der Achten Minute bereits berichtet wird die Streitkultur Tübingen gemeinsam mit dem Streitkultur-Cup auch die Baden-Württembergische Meisterschaft veranstalten.

Anna Mattes
, Vorsitzende des gastgebenden Clubs, schreibt: "Wie auf der Achten Minute schon angekündigt werden bei unserem Dezember-Turnier nur geschlechtsgemischte Teams zugelassen, d. h. dass in jedem Team eine Frau und zwei Männer oder aber zwei Frauen und ein Mann zusammen antreten werden. Wenn Clubs sich nicht in der Lage dazu sehen dieses Kriterium zu erfüllen sind wir natürlich gerne bereit Redner und Rednerinnen zu stellen.
Auch für die Übernachtung haben wir uns etwas Besonderes überlegt, um ein möglichst günstiges Turnier für Euch zu ermöglichen: Zu unserer großen Freude konnten wir den Saal des Johann-Gottlieb-Fichte-Hauses anmieten. Der beheizbare, mit Holz verkleidete und in Tübingen sehr zentral gelegene Raum ist groß genug um alle Redner und Juroren (auf Isomatten und Schlafsäcken) zu beherbergen. Für alle, die aufgrund von langen Anfahrtswegen schon Freitagabend anreisen möchten, gibt es natürlich ebenfalls Schlafplätze bei unseren Mitgliedern und ein unterhaltsames Abendprogramm."

Teams, die sich aus Rednern und Rednerinnen verschiedener Clubs zusammensetzen, sind ausdrücklich erwünscht. Traditionell sprechen die Redner/innen auf dem SK-Cup ohne Zettel und ohne Pult. Als Chefjuror konnte die Streitkultur aus ihren eigenen Reihen den ZEIT-DEBATTEN-Sieger und DDM-Viertelfinaljuror Peter Croonenbroeck, der erst vor kurzem sein rednerischen Können beim Gutenberg-Cup und beim Duell der Meister in Heidelberg unter Beweis stellte, gewinnen. An seiner Seite wird Sarah Kempf, Vizepräsidentin des DCJG Mainz, WDM-Halbfinalistin 2009 und SK-Cup-Finalistin 2008, als Chefjurorin wirken. Die Streitkultur erwartet großen Andrang zu dem beliebten Turnier - Info und Anmeldung: anna.mattes[at]streitkultur.net

Der Streitkultur-Cup ist die älteste offene Vereinsmeisterschaft Deutschlands und wird immer im vom Tübinger Debattierclub Streitkultur entwickelten Debattierformat OPD ausgetragen. Im vergangenen Jahr folgte die Rekordzahl von 21 OPD-Teams dem Ruf nach Tübingen und erstmals seit fünf Jahren wurde der Streitkultur-Cup nicht nur von Ur-Tübingern gewonnen (gemeinsam mit Karsten Stölzgen, "alter Hase" der Streitkultur, waren Tim Richter vom DC Bonn und Gudrun Lux vom DCJG Mainz angetreten).

Die Baden-Württembergische Meisterschaft wird seit 2003 jedes Jahr ausgetragen. Traditionell wird dieses Turnier vom Vorjahressieger ausgerichtet; da die drei Tübinger Simon Lehle, Steffen Jenner und Dominic Hildebrand im vergangenen Jahr gewannen, wird das Turnier auch in diesem Jahr wieder von der Streitkultur ausgerichtet.

Streitkultur-Cup und
Baden-Württembergische Meisterschaft im Debattieren

Format: OPD, Teilnahmebeitrag: 18 Euro pro Person
12./13. Dezember 2009, Samstag ab 10 Uhr morgens
Tübingen, Universitätsgebäude
Info und Anmeldung: anna.mattes[at]streitkultur.net

Mittwoch, 11. November 2009

Namensstreit in Greifswald: Wer traut sich zur öffentlichen Debatte?

An der Greifswalder Universität wird über den Namen der selbigen gestritten. Die Universität ist nach Ernst Moritz Arndt benannt, der Dichter und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung war, dem aber Nationalismus und Antisemitismus vorgeworfen werden. In der Berichterstattung des studentischen Online-Portals webmoritz.de spielt nun auch der Debattierclub Greifswald eine Rolle. Alexander Kendzia schreibt:

"Gerade für die 'Pro Arndt' Fraktion hätte die vom Debattierclub Greifswald geplante Debatte zum Thema Namenspatron eine Möglichkeit zur Eigendarstellung geboten. Die Veranstaltung hängt nun aber in der Schwebe. Zwar hatten sowohl der RCDS als auch die Grüne Hochschulgruppe ihre aktive Teilnahme zugesagt, bis jetzt stieß der Debatierclub bei den Professoren aber auf taube Ohren. Die 'Uni ohne Arndt'-Gruppe veröffentlichte auf ihrer Seite die Falschmeldung, dass der RCDS abgesagt hätte, niemand wolle 'für Arndt sprechen'. Die Meldung ist inzwischen korrigiert, eine Richtigstellung allerdings erfolgte nicht. Sollte es doch noch einen Termin für die Veranstaltung geben, werden wir rechtzeitig informieren."

Die Achte Minute bleibt natürlich auch dran!

Montag, 9. November 2009

Kurzmeldungen aus der Szene

VDCH-Newsletter: Die Tage werden kürzer, es regnet Bindfäden und die feuchte Kälte lässt uns in unsere Wohnungen zurückweichen, wo wir es uns am Küchentisch oder auf dem Sofa gemütlich machen, um den neuesten VDCH-Newsletter zu lesen, mit dem uns der VDCH-Vorstand heute den Tag ein wenig angenehmer macht.

Showdebatten-Erinnerung: Um den den dunklen, kalten, verregneten November so angenehm wie möglich zu gestalten, bescheren uns die Clubs auch weiterhin (nach Bonn und Jena) im November Showdebatten, in Mainz am 10. November, in Osnabrück am 11. November, in Münster ebenfalls am 11. November (siehe auch Ankündigung im echo-muenster). Anna Neidhardt von der Debattiergesellschaft Jena berichtet der Achten Minute von der Showdebatte in Jena vergangene Woche: "Mittwochabend maßen sich drei Redner der Debattiergesellschaft mit drei Dozenten der Friedrich-Schiller-Universität. Im Hörsaal 1 fanden sich etwa 200 Studenten ein, um eine Debatte zum Thema 'Sollten Fachminister ein Studium oder eine Ausbildung gemäß ihres Ressorts haben?' führten. Die Argumentationen führten vom römischen Reich über die Ernennung des derzeitigen Kabinetts bis hin zu Macht- und Wissensfragen ('Nichts wissen macht nichts'). Nach einer spannenden Debatte gewannen mit knappem Vorsprung die Professoren. Jedoch wurde jede einzelne Rede mit viel Applaus honoriert. Die Debattiergesellschaft hofft, auch nächstes Jahr wieder eine Professorendebatte auszurichten."

ZEIT DEBATTE Potsdam: Und bald, ganz bald, können wir uns auch wieder im großen Rahmen miteinander messen, wenn endlich das Auftaktturnier der ZEIT DEBATTEN 2009/2010 beginnt, wo heiße Wortgefechte und eine Party im Palmenzelt dafür sorgen werden, dass wir den Winter draußen vergessen können. Damit möglichst viele Debattanten und Debattantinnen die Kälte für eine kurze Zeit hinter sich lassen können, wurde das Team-Cap auf 30 erhöht. Die Startplätze sind allerdings bereits vergeben.

Sonntag, 8. November 2009

Erstes Jurierseminar 2009/2010: Ein voller Erfolg!

"Geduldig sein, in den Redner hineinversetzen", fassen die Trainer des ersten Jurierseminars 2009/2010 zusammen. Zweieinhalb Tage liegen hinter 25 Juroren und Trainern in der Jugendherge Wannsee.

Hinter allen liegt nicht nur ein wunderbares Herbstwochenende, sondern auch eine Menge inhaltlichen Inputs. Die vier Trainer (Christoph Krakowiak und Gudrun Lux für OPD, Isabelle Loewe und Patrick Ehmann für BPS) demonstrierten nicht nur eigene rhetorische wie humoristische Fähigkeiten, sondern lehrten ausführlich, wie die Formate funktionieren - oder funktionieren sollten - und wie Reden und Debatten in beiden Formaten bewerten werden - oder bewertet werden sollten.

Videojuriert wurden das Finale der Baden-Württembergischen Meisterschaften 2009 in Tübingen sowie für BPS das Finale der DDM 2006 in Münster. Einhellig befanden die Nachwuchsjuroren das Ergebnis der BaWü für korrekt, revidierten hingegen das Ergebnis der anderen Videodebatte.

Zum Abschluss beweisen die Juroren nicht nur ihre Jurier-, sondern auch ihre Feedbackqualitäten und erläutern die Entscheidung einer Kurzdebatte den einzelnen Rednern.

An dieser Stelle Dank den Trainern für ihr ehrenamtlichen Engagement!

Osnabrück lädt zum Professoren-Duell

Der Debattierclub Osnabrück lädt zu Beginn des Wintersemesters zum Professoren-Duell. Am Mittwoch, 11. November, werden Prof. Dr. Ulrich Foerste, Prof. Dr. Ralf Kleinfeld und Prof. Dr. Hans Schulte-Noelke auf drei Vertreter des DC Osnabrück treffen.

Aus einem Pool von drei Themen zur digitalen Übertragung von Vorlesungen, zur Frage, ob islamische Feiertag bundeseinheitlich eingeführt werden sollen oder aber die Schuluniform Vorteile böte, wählt das Publikum per Applausometer. 

Professoren-Duell des DC Osnabrück
Mittwoch, 11. November 2009, 19.30 Uhr
Juridicum 22/108
Heger-Tor-Wall 14

Donnerstag, 5. November 2009

Soziales Engagement von Studierenden in Bonn: Publikum spricht sich für Verpflichtung aus

Knapp war die Entscheidung. Nach einer schlagkräftigen Showdebatte des Debattierclub Bonn mit Vertretern des Vereins Weitblick entschied das Publikum für den Antrag der Regierung und für verpflichtendes soziales Engagement von Studierenden. Stephan Schmitz (DC Bonn), Jan-David Blaese (Weitblick) und Gudrun Lux (DC Bonn) argumentierten für eine verpflichtende Sozialstunde pro Woche in den ersten sechs Semestern des Studiums. Dem entgegen stellte die Opposition mit Tim Richter (DC Bonn), Ruben Greif (Weitblick) und Lea Weitekamp (DC Bonn) das Prinzip der Eigenverantwortung und die Frage, weswegen eigentlich nur akademisch Gebildete zu sozialen Aufgaben verpflichtet werden müssten.

Die freien Reden wurden von Folke Deters (DC Bonn), Mirja Buckbesuch (Weitblick) und Yann Schweisgut (DC Bonn) gehalten, doch auch die aufgeworfenen Fragen konnten sie nicht klären. Im Zweifel aber für studentisches Engagement: Zumindest einige könnten gezwungen werden und das sei „schon ein bisschen besser als ohne deren Sozialverpflichtung“, beschied Yann in seiner Rede. Damit traf er die Mehrheit im Publikum.

Der Verein Weitblick und der Debattierclub Bonn hatten zu einer gemeinsamen Showdebatte geladen, um auf die Möglichkeiten für studentisches Engagement aufmerksam zu machen.

Debatte als Ausdruck des Protests? Rhein-Nekar-Zeitung berichtet über das Duell der Meister

Die Rhein-Nekar-Zeitung hat über das 5. Rededuell der Meister des Debating Club Heidelberg (DCH) berichtet. Der Bericht ist jetzt online nachzulesen. Der Autor, Peter Steinhagen, schreibt:

"Vier Monate ist es her, dass Heidelbergs Studenten das Rektorat besetzten, um unter anderem für mehr Mitbestimmung an ihrer Uni zu protestieren (...). Die Wogen wurden geglättet, doch vergessen ist das Thema noch längst nicht. Jetzt brachte es der Debating Club Heidelberg zurück (...). In einer Show-Debatte sollten die Heidelberger Pro und die Gäste Contra geben zum Thema 'Soll studentische Mitbestimmung an der Universität Heidelberg abgeschafft werden?' Die Überraschung: Auch die Debatte entpuppte sich langsam aber sicher als Protest. Zwar ohne Plakate und Randale, dafür mit reichlich Humor. (...)
Dass viele Studierende (...) weiterhin auf anderem Terrain dafür streiten wollen, an ihrer Uni mehr mitgestalten zu können, hat der Debating Club mit seiner eleganten Verbindung aus Protest und Debatte klar gezeigt. (...)"

Der Artikel erschien am Dienstag dieser Woche, genau eine Woche nach der Veranstaltung - und genau an dem Tag, an dem im Internet verbreiteten Informationen zufolge auch in Heidelberg Hörsäle besetzt wurden (wie in Wien und anderen österreichischen Städten, Münster, mittlerweile offenbar auch Potsdam...). Der DCH hat mit seinem Debattenthema ein hochaktuelles Thema am Puls der Zeit aufgegriffen - und vielleicht sogar zu Protesten motiviert?